Erläuternder Bericht

Vernehmlassung 2017/92: Beiträge des Bundes an die Olympischen und Paralympischen Winterspiele «Sion 2026» · 51 Seiten

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4.3 Infrastruktur- und Sicherheitsbudget (Non-OCOG-Budget)

Das Infrastruktur- und Sicherheitsbudget (Non-OCOG-Budget) beinhaltet die Investitionen in Infrastrukturen und die Kosten für die Sicherheit im öffentlichen Raum. Die nachstehend aufgeführten Kosten beruhen auf dem Kenntnisstand von Oktober 2017.

4.3.1 Infrastruktur

Der Verein „Sion 2026“ veranschlagt die Investitionskosten, welche in Zusammenhang mit der Durchführung des Anlasses entstehen, mit 93 Millionen Franken. Mit diesen Investitionen werden im Wesentlichen bestehende Anlagen an die Anforderungen der Winterspiele angepasst. Der erforderliche Anpassungs- und Investitionsbedarf wurde in Zusammenarbeit mit den Eigentümerschaften sowie lokalen Behörden und Experten ermittelt.

Die sportspezifischen Investitionen belaufen sich auf insgesamt 75 Millionen Franken.

- An den Sportstätten in Crans-Montana, Leysin, Thyon/Veysonnaz, Ulrichen/Goms und Les Diablerets sind Investitionen für Anpassungen am Wettkampfgelände im Umfang von 33 Millionen Franken zu tätigen.

- In St. Moritz wird in neue Start- und Zielgebäude der Bobbahn investiert (4 Millionen Franken).

- Für den Ausbau einer Tribüne im Stade de Tourbillon in Sion, in welchem die Eröffnungs- und die Schlussfeier stattfinden, wurden 18 Millionen Franken ins Infrastrukturbudget aufgenommen. Allerdings steht aktuell die Alternative im Vordergrund, den vorgesehenen Ausbau mit temporären, nach den Spielen rückgängig zu machenden Massnahmen zu realisieren.

- Das Sport- und Feriendorf Fiesch soll als dezentrales olympisches Dorf dienen. Zu diesem Zweck sind Anpassungsarbeiten notwendig. Im Infrastrukturbudget sind dazu 20 Millionen Franken aufgeführt.

Für die Schaffung der erforderlichen Kapazitäten für ein Presse- und Medienzentrum (in Prüfung befindliche, permanente Erweiterung des CERM in Martigny) wurden gemäss bisherigen Schätzungen 18 Millionen Franken ins Infrastrukturbudget aufgenommen. Zurzeit wird geprüft, ob die erforderlichen Kapazitäten auch mit bestehenden Anlagen bereitgestellt werden können.

Im Infrastrukturbudget bisher nicht berücksichtigt sind allfällige Investitionen für die permanente Neugestaltung und Erweiterung der Anlagen im Zielbereich (Parkplätze, Tribünen, usw.) in Crans-Montana. Die Investitionen, die gegebenenfalls auch im Hinblick auf weitere Grossanlässe (z.B. Weltcup-Skirennen oder Skiweltmeisterschaften) von der Gemeinde und dem Kanton Wallis geprüft werden, belaufen sich gemäss bisheriger Einschätzung auf 30 Millionen Franken. Konkrete Realisierungs- und Finanzierungskonzepte liegen zurzeit noch nicht vor.

Der Bund kann sich gemäss den Rechtsgrundlagen zum Nationalen Sportanlagekonzept (NASAK) an den Investitionen in die Sportanlagen von nationaler Bedeutung beteiligen. Er trägt darüber hinaus kein finanzielles Risiko im Bereich der Infrastrukturen mit.