Erläuternder Bericht
Vernehmlassung 2019/19: Bundesgesetz über den unterirdischen Gütertransport · 46 Seiten
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Güterverkehrsaufkommen (Strasse und Schiene) steigt demnach zwischen 2010 und 2030 von 407 auf 516 Millionen Tonnen; die Verkehrsleistung im gleichen Zeitraum von 27 auf 33 Milliarden Tonnenkilometer.
Die auf Strasse und Schiene transportierten Gütermengen in Tonnen werden im Jahr 2030 um 25 Prozent höher liegen als noch 2010. Sowohl das Verkehrsaufkommen als auch die Verkehrsleistung nehmen in gleichem Masse (jeweils + 25 %) zu, wobei die Entwicklung des Schienengüterverkehrs dynamischer ist.
Im Strassengüterverkehr (schwere und leichte Güterfahrzeuge) nimmt das Aufkommen zwischen 2010 und 2030 von 349 auf 441 Millionen Tonnen zu (+ 26 %); die entsprechende Güterverkehrsleistung steigt von 17 auf 21 Milliarden Tonnenkilometer (+ 23 %).
Im Schienengüterverkehr (Wagenladungsverkehr, unbegleiteter kombinierter Verkehr) wächst das Aufkommen von 2010 bis 2030 von 56 auf 72 Millionen Tonnen (+ 28 %); die Verkehrsleistung nimmt von 9 auf 12 Milliarden Tonnenkilometer zu (+ 33 %).
Container- und Stückguttransporte nehmen zu
Die Weiterentwicklung und Umstrukturierung der Angebote ist eine Folge des strukturellen Wandels, dem der Güterverkehrsmarkt in der Schweiz unterworfen ist. Wegen der teilweisen Abwanderung der Schwerindustrie aus der Schweiz fallen Transporte weg, die traditionellerweise überwiegend auf der Schiene abgewickelt wurden. Durch die zunehmende Globalisierung der Märkte nimmt hingegen der Anteil der in Containern beförderten Überseefracht zu. Mit dem Ausbau der nördlichen (z. B. Rotterdam und Antwerpen) und südlichen (v. a. Genua und Marseille) Seehäfen und dem Trend zu grösseren Containerschiffen steigt die Bedeutung des Hafen-Hinterland-Verkehrs weiter. Auf dem Kontinentalmarkt nimmt mit der Optimierung der Güterflüsse und der Lagerhaltung sowie mit der Stärkung des Dienstleistungssektors die Grösse der einzelnen Transportlose in der Feinverteilung ab, während die Anforderungen an die Flexibilität und die Nachfrage nach Just-in-time-Lieferungen steigen.
Anforderungen der Kunden an die Logistikdienstleitung verändern sich
Die Logistikunternehmen müssen im wettbewerblichen Umfeld neue Produkte und eine bessere Qualität bieten, um ihre Kundschaft mit veränderten Bedürfnissen halten zu können. Für viele Transporte werden die Güter zuerst gesammelt (Vorlauf), dann auf einem grossen Teil der Strecke zusammen transportiert (Bündelung) und am Schluss wieder an verschiedene Kunden verteilt (Nachlauf). Gleichzeitig ist eine Tendenz zu kleineren Transportlosen feststellbar. Die verladende Wirtschaft, welche die Beförderung von Gütern in Auftrag gibt, fordert immer häufiger, dass die Logistik- bzw. Transportunternehmen auch ergänzende Mehrwertleistungen, wie zum Beispiel Zwischenlagerungen, Kommissionierungen und Umetikettierungen, erbringen sollen.