Erläuternder Bericht
Vernehmlassung 2019/20: Anpassung der Verordnung über die Eigenmittel und Risikoverteilung für Banken und Effektenhändler (ERV) · 53 Seiten
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Änderung der Eigenmittelverordnung (Besonders liquide und gut kapitalisierte Institute,
Hypotheken für Wohnrenditeliegenschaften, TBTF – Parent-Banken)
Abbildung 12: Anteile neuer Hypotheken für Wohnrenditeliegenschaften mit hohen LTV
Anteil neuer Hypothekarkredite für Wohnrenditeliegenschaften mit LTV über 75%, 2012 –
3. Quartal 2018
Quelle: SNB (HYPO_B ab 2017, davor Zusatzerhebung).
Abbildung 13: Anteile neuer Hypotheken für Wohnrenditeliegenschaften mit hohen LTV nach Bank
LTV >75%, 1. Quartal 2017 – 3. Quartal 2018
*Zwecks Anonymisierung werden je zwei Banken zu einer Säule aggregiert.
Quelle: SNB.
Kumulierte Risiken
Ein weiterer Indikator für erhöhte Risiken für die Banken im Segment der Wohnrenditeliegenschaften ist, dass 25 Prozent der Kredite sowohl hohe LTV- als auch hohe LTI-Risiken aufweist. Das bedeutet, dass bei ihnen bei einem kalkulatorischen Zins von 5 Prozent sowie Unterhalts- und Amortisationskosten von je 1 Prozent die kalkulatorischen Kosten die Nettomieteinnahmen dieser Objekte übersteigen würden und andererseits das Risiko besteht, dass der Hypothekarkredit bei einer Preiskorrektur nicht mehr von der Sicherheit gedeckt wäre. Die Kumulation von hohen LTI-Risiken und einem hohen Belehnungsgrad erhöht unter Berücksichtigung der kurzen Zinsbindung dieser Kredite die Wahrscheinlichkeit, dass Banken im Falle eines Zinsschocks direkte Verluste aus diesen Hypotheken erleiden. Abbildung 14 zeigt die Kumulierung von hohen LTV und LTI Risiken.86 Diese ist insbesondere beim Segment der kommerziellen Schuldner besonders ausgeprägt, bei dem das Hypothekarvolumen zu mehr als 40 Prozent äusserst kurzfristig finanziert ist (vgl. Abbildung 10). Fast 60 Prozent der
86 Ein Belehnungsgrad von >75 Prozent wird als hoch erachtet.