Ergebnisbericht
Vernehmlassung 2019/42: Botschaft zur Förderung der Kultur in den Jahren 2021-2024 (Kulturbotschaft) · 34 Seiten
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Viele Vernehmlassungsteilnehmer begrüssen ausdrücklich das dem «Konzept Baukultur» zu Grunde liegende ganzheitliche Verständnis, das sowohl das baukulturelle Erbe wie auch das zeitgenössische baukulturelle Schaffen umfasst.
Trotz grundsätzlicher Zustimmung zum «Konzept Baukultur» äussern EDK, NL, AS, SAGW sowie eine Mehrheit der Kantone grosse Vorbehalte und betonen, dass die neue Strategie zur Förderung der Baukultur nicht zu Lasten der Aufgaben in den Bereichen Kulturerbe, Archäologie und Denkmalpflege gehen dürfe.
Verschiedene Vernehmlassungsteilnehmer aus dem Bereich Denkmalpflege und Architektur (AP, NIKE, SHS, SIA, KSKA, ROR, SAM, EsSu, ASTFA) machen geltend, die geplante «Interdepartementale Strategie zur Förderung der Baukultur» diene ausschliesslich der Stärkung der zeitgenössischen Baukultur. Um das «Konzept Baukultur» konsequent und glaubwürdig umzusetzen, müsse:
- die «Interdepartementale Strategie zur Förderung der Baukultur» in «Interdepartementale Strate-
gie zur Förderung der zeitgenössischen Baukultur» umbenannt werden;
- eine zweite Teilstrategie zur Förderung des Baukulturerbes erarbeitet werden;
- auf eine Umbenennung der Sektion «Heimatschutz und Denkmalpflege» in Sektion «Baukultur»
(zumindest einstweilen) verzichtet werden. Diesem letzten Punkt schliessen sich auch weitere Teilnehmer an: UR, ZG, FR, BS, AI; GR, VD, VS, JU, SBuV, ARS, AS, akd, ICOMOS.
e. Nationale Austauschaktivitäten
Inhalt des Kernthemas: Wie der Bundesrat in der Kulturbotschaft 2016–2020 festgehalten hat, sollen möglichst viele Jugendliche einmal in ihrer schulischen Laufbahn an einem nationalen Austauschprojekt mit einer anderen Sprachregion teilnehmen. Aktuell liegt der Austausch in der Volksschule und in den allgemeinbildenden Schulen der Sekundarstufe II bei nur rund 2 Prozent der Schülerpopulation. Die Austauschaktivitäten sollen deshalb in Zukunft intensiviert werden. Die Verwendung der beantragten Zusatzmittel erfolgt gestützt auf die im November 2017 von Bund und Kantonen gemeinsam verabschiedeten Strategie zu Austausch und Mobilität.
Grundsätzliche Zustimmung Grosse Vorbehalte Ablehnung
Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, FR, GE,
GL, GR, JU, LU, NE, NW, OW, SH,
SG, SO, SZ, TG, TI UR, VD, VS ZG,
ZH
Politische Parteien FDP, BDP, GPS, SP, CVP
Wirtschaftsverbände
Dachverbände der Ge- SAB
meinden, Städte und Berg-
gebiete
Interessierte Kreise und EDK, FPI, KND, OS, PGI, LCH, Fo-
Organisationen Bil, CoS, SKKV, FH, BSJB, KVSBA,
HL, WRK, SBV- VBO
Eine grosse Mehrheit der Teilnehmer und namentlich die EDK und die Kantone befürworten die Intensivierung und Ausweitung der Austauschaktivitäten auf nationaler Ebene.
Die EDK, die meisten Kantone, SP, KND, LCH und FH fordern zusätzliche Mittel für die Förderung des Austauschs auf nationaler Ebene (vgl. Kap. 4.6).
Die EDK hält fest, dass die Mitwirkung der Kantone bei der Steuerung der Agentur Movetia auch in der neuen Organisationsform gewährleistet sein muss, die derzeit geprüft wird.