Ergebnisbericht
Vernehmlassung 2019/42: Botschaft zur Förderung der Kultur in den Jahren 2021-2024 (Kulturbotschaft) · 34 Seiten
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Andererseits sollen auch Themen, für die an sich schon Mehrmittel vorgesehen sind, noch Zusatzmittel erhalten (z. B. Nationale Austauschaktivitäten im Schulbereich, Schweizerschulen im Ausland oder Diffusionsarbeit von Pro Helvetia): EDK, KND, LCH, SBKV, KMB, MAHF, FMB, ENHK, IGA, AROPA, ARF, IGF, FKProIn, Lausanne, ÜL, PANCH, LVTS). In dieser zweiten Kategorie hervorzuheben sind die Vernehmlassungsteilnehmer, die eine Erhöhung der Mittel für den Bereich Denkmalpflege und Archäologie (inkl. Baukultur) beantragen: EDK, verschiedene Kantone, KND, ICOMOS, ROR, SBuV, GSK, SAM, ARS, AS, EKD, HpstR, akd, EsSu, ASTFA, IGBBS, Aj.
Die EDK und zahlreiche Kantone beantragen, die vorgesehenen 105,3 Millionen Franken ausschliesslich für den Erhalt schützenswerter Objekte und die Archäologie zu verwenden, sofern der Rahmenkredit für Heimatschutz und Denkmalpflege nicht angehoben wird.
4.7 Weitere Themenbereiche
a. Institutionalisierte Treffen mit der Zivilgesellschaft (Kulturverbände)
Einzelne politische Parteien (GPS, CVP) und verschiedene Kulturverbände (z. B. Suisseculture, SBVV) bemängeln den angeblich ungenügenden Einbezug der Kulturverbände durch das BAK und Pro Helvetia. Sie fordern, dass der Einbezug in Zukunft insbesondere schon in der Strategie- und Konzeptphase erfolgen müsse. Swissfoundations und Alliance Patrimoine würden eine Institutionalisierung der Treffen mit den Bundesakteuren begrüssen (z. B. durch einen Einbezug in den Nationalen Kulturdialog).
b. Schweizer Kulturpreise
Nach Auffassung der EDK haben die «Spartenpreise [des Bundes] eine inflationäre Wirkung und konkurrieren mit wichtigen regionalen Preisen». Eine Absprache zwischen Kantonen, Städten, Branchenverbänden und Bund ist nach Ansicht der EDK notwendig. Dieser Haltung schliessen sich im Grundsatz an: LVTS, écal, SKJF, SKJF, SIG, ifpi, SMV, SBCK, IGA, SBMV, SC, VKG, BuCK, SCV, BCK, NG. SBVV rügt eine mangelnde Zusammenarbeit mit dem von ihm organisierten Schweizer Buchpreis. SSV äussert sein nicht näher definiertes «Unbehagen» an den Schweizer Preisen.
c. Alterslimite von 35 Jahren bei Nachwuchsförderung von Pro Helvetia
Verschiedene Vernehmlassungsteilnehmer (AdS, Suisseculture, CORODIS, UNIL/CLT, artos, visarte, ÜL) fordern die Aufhebung der Altersobergrenze (35 Jahre) in der Nachwuchsförderung von Pro Helvetia. Die Altersgrenze werde den heutigen Ausbildungs- und Laufbahnsituation in verschiedenen Kunstsparten und für spezifische Berufe und Funktionen (z. B. Choreografie, Regie, Übersetzung) nicht mehr gerecht und sei deshalb zu streichen.
d. Neue Förderung für stationäre Buchhandlungen
Einzelne Vernehmlassungsteilnehmer (SP, Buchhandelverbände aus den drei Sprachregionen, AdS, SWIPS) fordern die Einführung einer neuen Förderung für den stationären Buchhandel. Die Befürworter machen im Wesentlichen geltend, dass Buchhandlungen wichtige Kulturleistungen erbringen.
e. Arbeitsgruppe zur Prüfung eines «Filmförderfonds»
Cinésuisse und weitere Vertreter der Filmbranche fordern die Einsetzung einer Arbeitsgruppe, welche die Schaffung eines «Filmförderfonds» prüft. Gemäss Angaben von Cinésuisse sollen wie in verschiedenen Nachbarländern moderne Strukturen geschaffen werden, die eine engere Zusammenarbeit mit anderen Förderinstitutionen (z. B. Fernsehanstalten) und eine flexiblere Budgetierung und Mittelvergabe erlauben.