Erläuternder Bericht
Vernehmlassung 2019/59: Verlängerung und Änderung der Verordnung über den Normalarbeitsvertrag für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in der Hauswirtschaft · 13 Seiten
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Abbildung 1: Zuwanderung in die Berufsgruppe „Hauswirtschaftsberufe“ gemäss ZEMIS (Bewilligungspflichtige Zuwanderung nach Herkunftsland)
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2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018
Drittstaaten EU17/EFTA EU10
Abbildung 1 zeigt auf, wie sich die bewilligungspflichtige Zuwanderung von Personen, welche der Berufsgruppe „Hauswirtschaftsberufe“ zugeordnet werden können, über die letzten Jahre entwickelt hat. Das SEM benutzt diesbezüglich eine etwas andere Berufsnomenklatur als die Strukturerhebung des BFS. Es kann somit durchaus sein, dass diese Personen auch in Betrieben des Gastgewebes oder in Heimen arbeiten und nicht nur in privaten Haushalten. Dementsprechend handelt es sich in Abbildung 1 und Tabelle 1 nicht exakt um dieselbe Population. Zudem ist das Ausmass der Rückwanderung nicht bekannt, um Rückschlüsse auf den Bestand machen zu können.
Seit 2013 nimmt die Zuwanderung über alle Berufe hinweg ab (-14%), auch in der Hauswirtschaft (minus 13% seit dem Rekordjahr 2013). Die Zuwanderung in diese spezifische Berufsgruppe bleibt jedoch im Vergleich zu früher (2005-2006) auf einem relativ hohen Niveau.
Im Jahr 2018 betrug die Zuwanderung in der Berufsgruppe „Hauswirtschaftsberufe“ 3‘019 Personen. Im Kontext der gesamten Zuwanderung spielt sie mit einem Anteil von 2% zwar eine untergeordnete Rolle. Angesichts der Grösse des betroffenen Arbeitsmarktes (inländische Berufsgruppe wird auf rund 22‘000 Hausangestellte geschätzt) dürfen die vergleichsweise tiefen Zuwanderungszahlen um die 3'000 Personen nicht unterschätzt werden. Die Zuwanderungsquote in der Berufsgruppe Hauswirtschaftsberufe betrug 2018 immer noch 14%8 und lag deutlich über der Quote auf nationaler Ebene (4%).
Gut ersichtlich in Tabelle 1 ist, dass die Nachfrage nach Arbeitskräften, welche hauswirtschaftliche Berufe ausüben, vermehrt durch Personen aus den EU-10-Staaten gedeckt wird. Es sind dies Länder mit einem deutlich tieferen Lohnniveau als die Schweiz. Während im Jahr 2005 noch 90% aller Einwanderer in der Berufskategorie „Hauswirtschaftsberufe“ aus dem EU-17- Raum stammten, lag dieser Anteil im Jahr 2015 noch bei 54%. Dieser Anteil hat sich weiter ver-
8 Unter Berücksichtigung der SAKE, der Grenzgängerstatistik, der Statistik zur kurzfristigen Erwerbstätigkeit (<12 Monate) sowie der «Flüsse» der einer Bewilligungspflicht unterworfenen Personen sowie der meldepflichtigen Kurzaufenthalter beläuft sich die Zuwanderung auf 16% für die Hauswirtschaft und auf 7% für die Schweizer Gesamtwirtschaft.