Ergebnisbericht
Vernehmlassung 2019/75: Gasversorgungsgesetz · 53 Seiten
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KLASSIFIZ
Referenz/Ak der Absatz von Gas zu Lasten der Elektrizität zurückgehen, welche u.a. von der Zunahme von Wärmepumpen und Elektromobilität profitiert. Zudem sei die Anzahl Gaszähler in der Schweiz ca. zehnmal geringer als die Anzahl Stromzähler.
85 Teilnehmende der Vernehmlassung (Tabelle 5) unterstützten den vorgeschlagenen Verzicht auf einen Rollout und 48 waren dagegen. Die meisten von den 85 Teilnehmenden aber auch einige Teilnehmende, welche mit einem Nein geantwortet haben, lehnen eine allgemeine Einführung von intelligenten Messgeräten ab. Sie argumentieren, dies führe zu einer Überregulierung, aber auch zu unangemessen hohen Kosten, ohne Nutzen für die grosse Mehrheit der Kundinnen und Kunden. Die Gasbranche fordert, den Verteilnetzbetreibern subsidiär die Wahl der Grenze für die Einführung von intelligenten Zählern zu überlassen, dies in Abhängigkeit von der Topologie des eigenen Netzes und den Synergiemöglichkeiten der Unternehmen. Das entspreche dem heutigen Status quo.
Tabelle 5: Auswertung Vernehmlassung zum Thema Verzicht auf Rollout und Smart Meter > 1GWh3 Ja Nein VNB, Gas-NB, VSG, SVGW, Swissgas 416
VNB, VSE, Swissgrid, Swisspower 2214
Kantone, EnDK 171
Städte und Gemeinde, Schw. Städteverband 75
Behörde und Kommissionen 21
Politische Parteien 11
Grosse Industrie, IG Erdgas, IG Detailhandel, Scienceindustries 192
Verbände, IGEB, GGS, Verband Fernwärme, Swissmem, Economiesuisse 138
Total 8548
Abhängig von den Interessen der Antwortenden besteht eine weitere Forderung darin, die Kosten der Installation der Messgeräte entweder auf die anrechenbaren Netzkosten umzulegen oder sie denjenigen Kunden separat zu verrechnen, welche Marktzugang haben. Letzteres wird damit begründet, dass diese von niedrigeren Gasversorgungskosten profitierten.
Standardlastprofile (SLP)
Eine überwiegende Mehrheit der Kundinnen und Kunden ist mit Zählern ausgestattet, die keine tägliche Fernauslesung des Verbrauchs ermöglichen. Für diese sollte gemäss Entwurf der Vernehmlassung eine Methode zur Anwendung kommen, die es ermöglicht, den Tagesverbrauch anhand der jährlich bis monatlich durchgeführten Verbrauchsmessungen zu schätzen – dies mittels sogenannter Standardlastprofile. SLP werden in Deutschland, Frankreich und Italien für die überwiegende Mehrheit der Kundinnen und Kunden eingesetzt. Alternativ ist es möglich, alle Kundinnen und Kunden mit einem intelligenten Zähler auszustatten, der ihren Verbrauch täglich misst und die Informationen an den Verteilnetzbetreiber resp. Messdienstleister übermittelt.
Im Zusammenhang mit Frage 2iii (Anhang 2), in der die SLP erwähnt wurden, forderten 55 Akteure der Transport- und Verteilnetzbetreibe der Städte und einige Industriebetriebe (Metalyss, Syngenta, CIMO) sowie die GPS den vollständigen Verzicht auf SLP. 35 von ihnen halten sie bei hohen Marktzugangsschwellen nicht für notwendig (33 wollen eine Grenze bei einem jährlichen Verbrauch von 1 GWh, 2 von
3 Die Darstellung umfasst neben der Auswertung des Fragebogens diejenige zur Haltung der Teilnehmenden gemäss schriftlicher Stellungnahme.