Ergebnisbericht
Vernehmlassung 2020/10: Änderung des Strafgesetzbuches und des Jugendstrafgesetzes (Massnahmenpaket Sanktionenvollzug) · 46 Seiten
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Andere)3 lehnen den Vorschlag ab.
• Änderung des Intervalls zur Überprüfung der Verwahrung
36 Teilnehmer (22 Kantone, 4 politische Parteien, 10 Andere)4 begrüssen den Vorschlag, verlangen teilweise aber noch Anpassungen. 6 Teilnehmer (2 Kantone, 4 Andere)5 lehnen den Vorschlag ab.
• Berechnung der Dauer von freiheitsentziehenden therapeutischen Massnah-
men
30 Teilnehmer (21 Kantone, 2 politische Parteien, 7 Andere)6 begrüssen den Vorschlag, verlangen teilweise aber noch Anpassungen.
• Zuständigkeiten bei Aufhebung, Änderung oder Verlängerung einer therapeuti-
schen Massnahme
29 Teilnehmer (13 Kantone, 3 politische Parteien, 13 Andere)7 begrüssen grundsätzlich den Vorschlag, verlangen teilweise aber noch (erhebliche) Anpassungen. 10 Teilnehmer (8 Kantone, 2 Andere)8 lehnen den Vorschlag explizit oder zumindest tendenziell ab.
Zu beachten ist, dass der Bund damit punktuell in Fragen der kantonalen Gerichtsorganisation eingreifen würde. Vier Kantone (GE, VD, VS, TI) haben bereits Vollzugsgerichte installiert, deren Kompetenzen teilweise gleich ausgestaltet sind wie im VE-StGB vorgeschlagen. Diese befürchten zum Teil Rechtsunsicherheit (bei der Frage der zuständigen Behörde und bei der Rechtsmittellegitimation), wenn der Bundesgesetzgeber neu eine Materie punktuell regeln würde.
• Zusammensetzung und Beizug der Fachkommission zur Beurteilung der Ge-
fährlichkeit
Allgemein lehnt es eine Mehrheit der Teilnehmer ab, dass die Fachkommission öfter und systematischer beigezogen werden soll als heute. So lehnen 25 Teilnehmer (19 Kantone, 6 Andere) den vermehrten Beizug der Fachkommission vor der Einweisung in eine offene Einrichtung und vor der Gewährung von Vollzugsöffnungen bei stationären Massnahmen ab.9 8 Teilnehmer (6 Kantone, 2 Andere) befürworten einen solchen Beizug vor Vollzugsöffnungen bei verwahrten Tätern.10 12 Teilnehmer (9 Kantone, 3 Andere) lehnen es ab, dass sich die Fachkommission zu den Vollzugsmodalitäten äussern soll.11
15 Teilnehmer (10 Kantone, 2 politische Parteien, 3 Andere) begrüssen den Vorschlag, dass die Zusammensetzung der Fachkommission präziser geregelt wird.12 13 Teilnehmer (8 Kan-
3 BL, BS, GE, ZG, SP, DJS, FKE, LSDH-VD, SAV, SGFP, SSK, Uni-BE, VGer ZH, Uni-NE.
4 AG, AR, BE, BL, BS, GL, GR, JU, LU, NE, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, TI, VS, UR, ZG, ZH, CVP, EDU, FDP, SP, FKE, FSP, KKJPD, KKLJV, KKPKS, OAV, OSK, NWI, SKG, TAPEM/VS.
5 FR, VD, DJS, LSDH-VD, Uni-BE, Uni-NE.
6 AG, AR, BE, BL, FR, GE, GR, JU, LU, NE, NW, OW, SH, SO, SZ, TG, TI, VD, UR, ZG, ZH, CVP, SP, FSP, KKJPD, KKLJV, NWI, OSK, SKG, SSK.
7 AG, AR, BS, GR, NE, NW, OW, SG, SH, SO, TG, UR, ZH, CVP, EDU, SP, DJS, FSP, SAV, SGFP, KKJPD, NWI, OSK, SKG, SSK, SVR-ASM, Uni-BE, Uni-NE, VGer ZH.
8 BE, BL, FR, GL, JU, LU, SZ, ZG, FKE, KKLJV.
9 AG, AR, BE, BS, GE, GL, GR, JU, LU, NE, NW, OW, SG, SZ, VD, VS, TG, UR, ZH, FKE, KKJPD, KKLJV, NWI, OSK, SKG.
10 AR, FR, LU, SZ, TG, ZH, KKLJV, OSK.
11 BE, BS, FR, GE, LU, SO, SZ, VD, ZH, FKE, KKLJV, Uni-NE.
12 AG, BE, BL, BS, LU, SO, SZ, TI, ZG, ZH, CVP, SP, FKE, KKLJV, SSK.