Ergebnisbericht
Vernehmlassung 2021/113: Bundesgesetz über den steuerlichen Abzug der Berufskosten von unselbstständig Erwerbstätigen · 14 Seiten
Fedlex · Ergebnisbericht · Seite 2Fedlex · Ergebnisbericht
Zusammenfassung
Der Bundesrat hat vom 21. Dezember 2022 bis 4. April 2023 eine Vernehmlassung über eine Vorlage zur Änderung des Abzugs der Berufskosten von unselbstständig Erwerbenden durchgeführt. Kernelement dieser Änderung ist die Möglichkeit für alle Steuerpflichtigen, die Berufskosten in Form einer Pauschale zum Abzug zu bringen.
Insgesamt sind 61 Stellungnahmen eingegangen. Vernehmen liessen sich insbesondere alle Kantone, die Parteien Die Mitte, FDP, Grüne, SP und SVP sowie die Dachverbände econo- miesuisse, KV, SAB, SGB, sgv/usam, Städteverband und Travail.Suisse.
Es herrscht ein breiter Konsens darüber, dass die heutigen Berufskostenabzüge unter ver- schiedenen Aspekten Probleme in der Anwendung bereiten und dass sowohl auf eidgenös- sischer als auch auf kantonaler Ebene Handlungsbedarf besteht.
In der Ausgestaltung bestehen jedoch unterschiedliche Auffassungen. Während einige Ver- nehmlassungsteilnehmende die Vorlage umfassend unterstützen, haben die FDK und die Mehrheit der Kantone einen alternativen Vorschlag unterbreitet. Dieser Vorschlag nimmt die Fahrtkosten sowie die Wohnkosten für auswärtigen Wochenaufenthalt von der Pauschale aus und sieht dafür einen gesonderten Abzug vor. Gleichzeitig soll in diesem Modell der Ab- zug der effektiven Kosten anstelle der Pauschale ausgeschlossen werden, um die Vereinfa- chung zu verbessern.
Andere Vernehmlassungsteilnehmende unterstützen die Vorlage unter verschiedenen Ge- sichtspunkten und mit verschiedenen Anpassungsvorschlägen. So wird insbesondere von einigen Vernehmlassungsteilnehmenden begrüsst, dass mit der Vorlage ein Anreiz geschaf- fen werden kann, längere Pendelwege zu reduzieren.