Ergebnisbericht
Vernehmlassung 2021/113: Bundesgesetz über den steuerlichen Abzug der Berufskosten von unselbstständig Erwerbstätigen · 14 Seiten
Fedlex · Ergebnisbericht · Seite 5Fedlex · Ergebnisbericht
sungsteilnehmende, die sich in ihrer Stellungnahme einer anderen anschliessen, werden jeweils einzeln genannt.
Für Einzelheiten sei auf die eingereichten Stellungnahmen verwiesen. Diese können unter
https://fedlex.data.admin.ch/eli/dl/proj/2021/113/cons_1
abgerufen werden.
3 Wichtigste Ergebnisse der Vernehmlassung
3.1 Grundsätzliche Haltung der Vernehmlassungsteilnehmenden
Die grosse Mehrheit der Vernehmlassungsteilnehmenden teilt die Einschätzung, dass die heutigen Berufskostenabzüge unter verschiedenen Aspekten Probleme in der Anwendung bereiten und dass sowohl auf eidgenössischer als auch auf kantonaler Ebene Handlungsbe- darf besteht.
Die Kantone AG, BS, SH und ZG sowie die Mitte, GastroSuisse, HotellerieSuisse, plattform, TCS, Treuhand Suisse, SAB, KV und Travail.Suisse begrüssen die Vorlage in der vernehm- lassten Ausgestaltung. FER unterstützt die Vorlage, hat aber einige Anregungen zu Einzel- fragen. Die SVP befürwortet die Vorlage im Grundsatz, behält sich jedoch vor, eine ab- schliessende Beurteilung vorzunehmen, wenn die Höhe der Pauschale bekannt ist.
Die Kantone AI, BE, BL, FR, GL, GR, JU, LU, NE, NW, OW, SG, SO, SZ, TG, TI, UR, VD und ZH sowie FDK, FDP, SwissHoldings, SSK und SES begrüssen die Ziele der Vorlage grundsätzlich, lehnen sie in der vorliegenden Ausgestaltung jedoch ab. Insbesondere er- scheint ihnen ein Einbezug der Fahrtkosten in die Pauschale nicht sachgerecht.
Grüne, 2rad Schweiz, AG Berggebiet, Swiss Cycling, VCS, veb und WWF befürworten die Vorlage im Grundsatz, lehnen teilweise jedoch die Möglichkeit ab, anstelle der Pauschale die effektiven Kosten zum Abzug zu bringen.
Die Kantone AR und VS sowie CP, sgv/usam und strasseschweiz lehnen die Vorlage ab und sprechen sich für eine Beibehaltung des heutigen Abzugs aus. CP und sgv/usam wünschen einen gesonderten Abzug für die Kosten des Homeoffice. SP und SGB lehnen die Vorlage ab, da die Wirkungen ungenügend abgeklärt worden seien.
3.2 Wichtigste Kritikpunkte bzw. Anliegen der Vernehmlassungsteilnehmenden
Von den Vernehmlassungsteilnehmenden werden insbesondere folgende grundsätzliche Kritikpunkte und Anliegen vorgebracht:
• Fahrtkosten: Viele Vernehmlassungsteilnehmende (AI, BE, BL, FR, GE, GR, JU, LU, NE, OW, SG, SO, SZ, UR, VD, ZH sowie FDK, SSK, strasseschweiz, SwissHoldings) lehnen ab, dass die Fahrtkosten in den pauschalen Abzug aufgenommen werden. Sie schlagen die Beibehaltung des heutigen Abzugs für die Fahrtkosten vor, weil die- ser sowohl den unterschiedlichen kantonalen Gegebenheiten als auch denjenigen der Steuerpflichtigen besser Rechnung trage. Andere Vernehmlassungsteilnehmende (TI sowie umverkehR, VCS, Grüne, WWF und SES) möchten die Fahrtkosten in die Pauschale einbeziehen, jedoch den Abzug effektiver Fahrtkosten ausschliessen.
• Einkommensunabhängige Pauschale: Einige Vernehmlassungsteilnehmende er- achten eine einkommensabhängige Pauschale für sachgerechter. Damit könne die Kürzung aufgrund des Beschäftigungsgrads (BE, NW) oder eine erhöhte Steuerbe- lastung für höhere Einkommen (SwissHoldings) vermieden werden.
• Nachweis der effektiven Kosten: Viele Vernehmlassungsteilnehmende regen an, eine Pauschale anzuwenden und die Möglichkeit zum Nachweis der effektiven Kos- ten zu streichen. Einige Vernehmlassungsteilnehmende (TI sowie umverkehR, VCS,