Ergebnisbericht

Vernehmlassung 2022/11: Revisionen der Maturitäts-Anerkennungsverordnung und der Verwaltungsvereinbarung über die Anerkennung von Maturitätszeugnissen · 77 Seiten

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VSG fordert, dass das Fach Philosophie (mit der kantonalen Alternative Philosophie und/oder Religionen) für alle Schülerinnen und Schüler verbindlich wird und deshalb der Anteil des Lernbereichs Geistes- und Sozialwissenschaften von 12 % auf 14 % erhöht wird. Zudem soll der Besuch beider Kunstfächer sichergestellt werden. Der Begriff Bildnerisches Gestalten soll durch Kunst ersetzt werden.

Für SWR gehört Informatik zwingend zu den GF und er begrüsst das GF Wirtschaft und Recht.

USO ist der Ansicht, dass ein Maturitätszeugnis nicht ohne Englischunterricht erlangt werden sollte. Sie fordert zudem, dass sowohl Bildnerisches Gestalten wie auch Musik in der Stundentafel Platz finden sollten.

Die Akademien der Wissenschaften Schweiz finden, der Fächerkanon soll nicht ausgebaut werden. «Um die breite Allgemeinbildung, eine allgemein anerkannte Stärke des Schweizer Gymnasiums, zu gewährleisten, sind alle GF 4 Jahre lang durchgängig zu unterrichten».

KGU befürchtet mit der Zunahme der Zahl der GF eine Zersplitterung des Curriculums des Gymnasiums. Es seien Modelle zu prüfen, bei welchen ein Teil der Fächer schon vorzeitig abgeschlossen wird oder in interdisziplinären Einheiten zusammengeführt wird oder bei welchen die Schülerinnen und Schüler vor der Matura mehr Wahlfreiheit haben.

SVSM fordert, dass das Fach Sport ein GF wird. Sport leiste einen ganzheitlichen Beitrag zur Allgemeinbildung. Körperlich-motorisch, sozial, kognitiv und emotional würden durch Sport die Schülerinnen und Schüler gefördert.

VSMP ist skeptisch gegenüber der Ausweitung des Fächerkatalogs.

AMV ist einverstanden mit den neuen GF Informatik sowie Wirtschaft und Recht. Er begrüsst, wenn nicht weitere neue GF dazukommen. Es gilt, eine Fächerüberfrachtung zu verhindern. GF tragen am ehesten zur Vergleichbarkeit der Abschlüsse bei. Zusätzliche GF zögen in verschiedenen Kantonen den Verzicht auf innovative Unterrichtsgefässe nach sich. Die Zahl der Maturanoten erhöht sich auf mindestens 15. Dadurch erhalte das einzelne Fach im Maturazeugnis ein etwas geringeres Gewicht. Das führe dazu, dass basale Fächer wie Mathematik und Erstsprache (noch) einfacher kompensiert werden könnten. Dies könne man kritisch als «Verwässerung» sehen oder positiv als Abbild einer breiten Allgemeinbildung.

DMK erachtet eine umgekehrte Reihenfolge der Absätze 4 und 5 als logischer. Somit würde die spezielle Regelung für den Kanton Graubünden unmittelbar auf die spezielle Regelung für die Kantone Bern, Freiburg und Wallis (Abs. 3) folgen.

Kerngruppe HSGYM-Mathematik warnt davor, die «Mindestkompetenzen für die allgemeine Studierfähigkeit» in den Fächern Deutsch und Mathematik mit den «basalen fachlichen Kompetenzen für allgemeine Studierfähigkeit» gleichzusetzen. Der Erwerb genügender Basaler fachlicher Kompetenzen für Allgemeine Studierfähigkeit garantiere keine allgemeine Studierfähigkeit (insbesondere keine Studierfähigkeit in den MINT-Fächern), sondern sei lediglich notwendige Voraussetzung dafür. Sie plädiert dafür, die Zahl der neuen GF so klein wie möglich zu halten.

RK der Kantonsschulen Aargau vertritt den Standpunkt «weniger ist mehr» im Sinne, dass in Verbindung mit einer Reduktion der Maturitätsnoten ein Teil der GF in Wahlpflicht besucht würde.

HEP Vaud schlägt vor, den Ausdruck «langue 1» oder den im Französischen gebräuchlichen Ausdruck «langue de scolarisation» zu verwenden. Die Verwendung des Begriffs «Zusatzdisziplin» anstelle von «kantonale Disziplin» wird begrüsst. Die Möglichkeit, auch ein Fach mit Bezug zu religiösen Fragen anzubieten - oder es mit Philosophie zu kombinieren – sei sinnvoll. Hingegen scheine der Begriff «Religionen» dem aktuellen Kontext wenig angepasst zu sein. Die Begriffe «Ethik und religiöse Kulturen» (wie im Plan d'études romand, PER) oder «Geschichte und Religionswissenschaft», wie sie an der Universität Lausanne (UNIL), der HEP Vaud und den Waadtländer Gymnasien (als Zusatzoption) verwendet werden, wären besser geeignet.

PH Luzern fordert Englisch als GF, da dieses Fach als zwingend für die Studierfähigkeit angesehen wird. Gleiches gilt für das Fach Philosophie. Dessen Wert sei für die Erreichung der Bildungsziele zentral.

VMBS lehnt die Erweiterung des Katalogs der GF ab.

Kantonsschule Kreuzlingen möchte Sport neu als GF führen. Mehr Sport diene der Resilienz für die zukünftige Studierfähigkeit der Maturandinnen und Maturanden. Philosophie soll ein GF werden. Italienisch als zwingendes Angebot sei schwer umsetzbar.