Ergebnisbericht

Vernehmlassung 2022/11: Revisionen der Maturitäts-Anerkennungsverordnung und der Verwaltungsvereinbarung über die Anerkennung von Maturitätszeugnissen · 77 Seiten

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AMV begrüsst eine konsequente Öffnung des SF, weil sie innovationsfördernd wirkt. Eine Vergleichbarkeit der SF kann aufgrund der fachlichen Unterschiede nur im Bereich der wissenschaftspropädeutischen Kompetenzen gewährleistet werden. Es kann daher auf das Erstellen einer abschliessenden Liste verzichtet werden. Die Kantone bzw. einzelne Schulen werden wie bisher nur eine bestimmte Anzahl SF anbieten können. Falls eine Liste bleibt, müsste mindestens eine Erweiterungsmöglichkeit aufgeführt werden.

Für Comité des Conférences de français du Canton de Fribourg hat SF Theater seinen Platz im

Katalog der SF wie die Musik, Bildnerisches Gestalten und die Fremdsprachen. Das SF Theater sei sehr wichtig. Es wird in Porrentruy seit vielen Jahren mit Erfolg angeboten. Es trage zur Gesellschaftsreife bei und der Beitrag zur Wissenschaftspropädeutik und zur Interdisziplinarität sei selbstverständlich.

DMK stellt erfreut fest, dass das bisherige SF Physik und Anwendungen der Mathematik neu als SF Physik und Mathematik vorgeschlagen wird. Sie schlägt jedoch die umgekehrte Reihenfolge vor. Die Aufnahme von Informatik sowie Geschichte und Geografie wird begrüsst, Theater, Religionen und Sport werden abgelehnt.

RK der Kantonsschulen Aargau lehnt die SF Sport, Theater und Religionen ab. An einer Liste der Fächer soll wegen der Vergleichbarkeit festgehalten werden.

VMBS ist ebenfalls wegen der Gefährdung der Vergleichbarkeit skeptisch gegenüber einer Ausweitung.

AE-ESTASIA, SFVC fordern Chinesisch als SF mit den Argumenten Interkulturalität sowie fehlender Chinakompetenz in der Schweiz.

HEP Vaud sieht in der Wissenschaftspropädeutik als Einführung in die Methodologie und Epistemologie, die einer Disziplin eigen ist, eine interessante Neuerung. Die Erweiterung des Angebots sei erfreulich, auch wenn nicht alle Kantone alle Fächer anbieten können oder wollen. Die Berücksichtigung des Theaters, das im Kanton Jura seit Jahren als SF angeboten wird, ebenso wie neue Angebote in den Geisteswissenschaften und der Informatik ermöglichten eine Erweiterung der Wahlmöglichkeiten für die Schülerinnen und Schüler.

PH Luzern ist skeptisch, ob für den Unterricht im SF Theater Lehrpersonen mit den erforderlichen Universitätsabschlüssen vorhanden sind.

Philosophisch-Naturwissenschaftliche Fakultät der Universität Basel kritisiert, dass nur drei SF aus

dem MINT Bereich stammen. Sie möchte den MINT-Bereich stärken und daher die Zahl der nicht dem MINT-Bereich zugehörenden SF reduzieren.

Groupe de mathématiques de Collège du Sud (Bulle) und Groupe de biologie Collège de Gambach

sorgen sich vor einem zu grossen Angebot. Darunter könnten wichtige Fächer leiden.

Für Groupe de la branche histoire du Collège du Sud (Bulle) ist die Idee eines SF Geschichte

interessant. Allerdings darf dies nicht zur Schwächung des gleichen Fachs an anderer Stelle führen.

Conférence de branche Français, langue première, Collège de Gambach bedauert die allgemeine

Ausrichtung des Projekts, welche vom ökonomischen Liberalismus geprägt sei.

Groupe de géographie du Collège de Gambach schlägt ein SF Umweltwissenschaften vor.

Enseignant·es d’Histoire/Geschichte du collège de Gambach schlägt ein SF Geschichte und

Politikwissenschaft vor.

Fachschaft Geschichte Kantonsschule Wohlen findet, Theater gehöre nicht in die Liste der SF. Ausserdem seien Religionen und Theater schon durch andere Fächer abgedeckt. Ein SF Geografie und Geschichte erfülle die Idee des fächerübergreifenden Arbeitens und stärke die transversalen Kompetenzen und Inhalte.

Artikel 15: Ergänzungsfächer

AG, BE, BS, GE, LU, SO, VD, ZH (8) begrüssen die Öffnung, weil sie Innovationsmöglichkeiten bringe z.B. im Bereich der Interdisziplinarität.

AI meint, die Erweiterung führe zur Verminderung der Vergleichbarkeit. Für Kantone mit kleineren Schulen sei nur eine beschränkte Zahl möglich.

BL ist kritisch gegenüber der Öffnung. Falls die GF und die SF nicht ausgeweitet werden, sei die Stossrichtung prüfenswert. Es ergebe sich daraus jedoch auch eine zusätzliche Komplexität.