Ergebnisbericht
Vernehmlassung 2022/11: Revisionen der Maturitäts-Anerkennungsverordnung und der Verwaltungsvereinbarung über die Anerkennung von Maturitätszeugnissen · 77 Seiten
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3.2 Politische Parteien
Die Mitte unterstützt die Ziele der Vorlage grundsätzlich und hebt zum Beispiel die Stärkung der transversalen Themen, Austausch und Mobilität und die kostenlose Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung (BSLB) hervor. Neben der Frage der Mindestdauer solle auch die Zahl der Lektionen der Fächer sowie die Bildungsziele in Betracht gezogen werden. Die Mitte macht Rückmeldungen und Vorschläge zu mehreren Artikeln der Vorlage MAR/MAV.
Die FDP. Die Liberalen (FDP) unterstützt die Zielsetzungen und die Stossrichtung der Vorlage. Sie äussert sich zu mehreren ausgewählten Punkten und betont, dass neben einer Adaptierung des gymnasialen Maturitätslehrgangs in Zukunft auch die Berufsbildung gestärkt werden soll.
Die Grünliberale Partei Schweiz (GLP) unterstützt den Willen zur stärkeren Koordination zwischen den Kantonen zugunsten der Qualität der gymnasialen Maturität. Sie bedauert die Zunahme der Zahl der Fächer. Sie begrüsst die Stärkung der digitalen Kompetenzen. Sie macht Rückmeldungen zu einigen Artikeln.
Die Schweizerische Volkspartei (SVP) lehnt die Vorlage in der vorliegenden Form ab, weil sie die Gefahr berge, die Gymnasien von ihrer Kernaufgabe abzulenken (die Qualität der gymnasialen Maturität stärken und so den prüfungsfreien Hochschulzugang weiterhin gewährleisten). Die Festlegung von Mindestanforderungen und strengere Bestehensnormen werden begrüsst. Der MINT-Bereich solle gestärkt und im Rahmenlehrplan die Mindestanforderungen verbindlich formuliert werden. Auf einige Artikel solle verzichtet werden.
Die Sozialdemokratische Partei der Schweiz (SP) bescheinigt der Vorlage wesentliche Fortschritte gegenüber der bisherigen gültigen MAR/MAV und ist mit fast allen Vorschlägen einverstanden. In einigen Punkten gehe die Reform allerdings nicht weit genug. Sie macht Rückmeldungen und Vorschläge zu mehreren Artikeln.
Die Junge Mitte Schweiz unterstützt die Ziele und die Vorlage als Ganzes, unter anderem die Mindestanforderungen im Rahmenlehrplan, die BSLB und die Grundlagenfächer (GF) Informatik sowie Wirtschaft und Recht. Sie macht Rückmeldungen und Vorschläge zu mehreren Artikeln der Vorlage.
Die PdA Basel macht Vorschläge zu mehreren Bestimmungen, die bei den entsprechenden Artikeln erwähnt werden.
3.3 Organisationen (ohne Bildungsbereich)
Der Kaufmännische Verband Schweiz (kfmv) erachtet die Totalrevision von MAR/MAV angesichts der grossen Veränderungen in der schweizerischen Bildungspolitik der letzten Jahre als zukunftweisend und unterstützt die Vorlage. Er befürwortet insbesondere die Aufnahme von transversalen Themen sowie die Artikel zur Chancengerechtigkeit und zur BSLB.
Der Schweizerische Gewerbeverband (SGV) unterstützt die Vorlage, insbesondere die GF Informatik sowie Wirtschaft und Recht, die Mindestdauer von vier Jahren und die Verankerung von Mindestanforderungen im Rahmenlehrplan. Er möchte ein SF «Chinesische Sprache und Kultur», eine Stärkung der BSLB sowie eine verkürzte Umsetzungsfrist.
Der Schweizerische Gewerkschaftsbund (SGB) schliesst sich grundsätzlich der Stellungnahme
seines Mitgliederverbands Schweizerischer Verband des Personals öffentlicher Dienste (VPOD) an
(siehe sogleich). Er unterstützt die Stossrichtungen des Projekts. Er begrüsst insbesondere die Artikel zur BSLB, zum Austausch und Mobilität, zur Chancengerechtigkeit sowie zur Weiterbildung der Lehrpersonen.
Travail.Suisse unterstützt die Vorlage, insbesondere die Mindestdauer von vier Jahren, die Stärkung der BSLB und die Artikel zur Chancengerechtigkeit, Austausch und Mobilität und dem Einsatz für das Gemeinwohl. Er möchte eine Erweiterung der Fächer bei der Maturitätsprüfung, jedoch keine eigenständig zählende Maturitätsprüfung.
Economiesuisse unterstützt die Stossrichtungen der Vorlage. Sie wünschte sich eine weitergehende Revision und eine Verbesserung der Stellung der MINT-Fächer. Sie begrüsst unter anderem die GF Informatik sowie Wirtschaft und Recht, die Stärkung der BSLB, die Harmonisierung der Mindestdauer, die Stärkung der basalen fachlichen Kompetenzen und möchte einen zusätzlichen Artikel zur Erwachsenenmatur, in dem die spezifischen Voraussetzungen berücksichtigt werden.
Der Schweizerische Arbeitgeberverband (SAV) verzichtet auf eine Stellungnahme und verweist auf diejenige von economiesuisse.