Ergebnisbericht

Vernehmlassung 2022/11: Revisionen der Maturitäts-Anerkennungsverordnung und der Verwaltungsvereinbarung über die Anerkennung von Maturitätszeugnissen · 77 Seiten

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Der Schweizerische Werkbund (SWB) fordert ein Fach Design und Technik sowohl als Grundlagenwie auch als SF.

Das Staatsarchivs des Kantons Bern begrüsst, dass das Reformprojekt sich dem Motto «Bewährtes stärken und ausbauen, Neuerungen anstossen und umsetzen» verschrieben hat und unterstützt die Stärkung der historischen Bildung.

Die Schweizerische Chemische Gesellschaft (SCG) begrüsst das Ziel, das MAR/MAV zu aktualisieren. Die grosse Mehrheit der Vorschläge wird als relevant und notwendig erachtet. Mit einem Anteil von 27% werde aber der naturwissenschaftliche Bereich de facto geschwächt, er müsse erhöht werden.

Swiss Engineering (STV) unterstützt die Vorlage, insbesondere die Einführung der GF Informatik sowie Wirtschaft und Recht, die aber nicht auf Kosten des MINT-Bereichs erfolgen dürfe. Sie bevorzugt die Erweiterung der Prüfungsfächer gegenüber dem Status quo.

Die Schweizerische Physikalische Gesellschaft (SPG) möchte den MINT-Bereich stärken. Zudem möchte sie die Fächerstruktur der GF vereinfachen und die Zahl der Wahlfächer und Profile sinnvoll beschränken.

Die Zürcher Handelskammer (ZHK) begrüsst die Stossrichtungen der Revision, insbesondere die GF Informatik sowie Wirtschaft und Recht. Sie bedauert, dass die Stellung der MINT-Fächer nicht weiter verbessert wird.

3.4 Organisationen aus dem Bildungsbereich

3.4.1 Gesamtschweizerische Organisationen

Swissuniversities wertet die Vorlage als Fortschritt, da darin die Mindestanforderungen geregelt werden und diese nicht länger in der Kompetenz der einzelnen Schulen liegen. Dies obwohl während des Prozesses nicht alle Entscheide ausreichend transparent gewesen seien. Bei den Lehrpersonen sollten Fachhochschulabschlüsse nicht ausgeschlossen sein und die Selektion sollte vor allem während des gymnasialen Lehrgangs erfolgen. Swissuniversities macht Vorschläge zu einigen Artikeln.

Die Schweizerische Maturitätskommission (SMK) begrüsst, dass die Revision die Forderungen von Art. 62 Abs. 4 der Bundesverfassung (BV, SR 101) aufnimmt und eine gewisse Harmonisierung der gymnasialen Lehrgänge mit dem Ziel inhaltlich vergleichbarer Abschlüsse anstrebt. Die SMK begrüsst sämtliche Vorkehren, welche die Kohärenz der dezentral verantworteten Abschlüsse stärken. Ein wichtiges Element ist die grundsätzliche Neubearbeitung und Konkretisierung des Rahmenlehrplans. Unter anderem soll die Formulierung der Anerkennungsbedingungen überprüft und die Berichterstattungspflicht präzisiert werden. Zudem werden weitere Empfehlungen für Anpassungen der beiden Vorlagen gemacht.

Die Konferenz Schweizerischer Gymnasialrektorinnen und Gymnasialrektoren (KSGR) begrüsst

die Stossrichtungen der Vorlage. Sie hätte sich jedoch innovativere Neuerungen für die Umsetzung gewünscht. Die KSGR sieht die Erweiterung des Fächerkanons als problematisch. Die Anzahl der Maturitätsnoten soll auf dem heutigen Stand belassen werden. Im Rahmenlehrplan sollen höchstens Mindestkompetenzen vorgegeben werden. Die Einführung des Forums in der Verwaltungsvereinbarung wird unterstützt. Die KSGR macht Vorschläge zu einigen Artikeln.

Der Verein Schweizerischer Gymnasiallehrerinnen und –lehrer (VSG) ist mit fast allen Vorschlägen

der Vorlage des MAR/MAV einverstanden, insbesondere mit allen neuen Artikeln. Aus seiner Sicht geht die Vorlage des neuen MAR/MAV jedoch zu wenig weit und es fehlen daher noch wesentliche Punkte. Dem neuen MAR/MAV werden (zusammen mit der Verwaltungsvereinbarung) substanzielle Fortschritte gegenüber dem bisherigen MAR/MAV bescheinigt, zum Beispiel bei der Berücksichtigung der Empfehlungen der EDK zur langfristigen Sicherstellung des prüfungsfreien Hochschulzugangs, der Festlegung einer Mindestdauer von vier Jahren und der stärkeren Betonung der breiten Allgemeinbildung. Der VSG macht Vorschläge zu einigen Artikeln.

Nationale Agentur für Austausch und Mobilität (Movetia) unterstützt die Vorlage zur Weiterentwicklung der gymnasialen Maturität und insbesondere den neuen Artikel 24, der Richtlinien für Austausch- und Mobilitätsaktivitäten für Gymnasialschülerinnen und -schüler festlegt.

Dem ETH-Rat ist die Stärkung der MINT-Fächer ein besonderes Anliegen. Dies sieht er in der Vorlage nur in Ansätzen umgesetzt. Er plädiert deshalb für eine Erhöhung des MINT-Anteils auf mindestens 30%. Er macht Vorschläge zu verschiedenen Artikeln.