Ergebnisbericht

Vernehmlassung 2022/11: Revisionen der Maturitäts-Anerkennungsverordnung und der Verwaltungsvereinbarung über die Anerkennung von Maturitätszeugnissen · 77 Seiten

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Die Rektorenkonferenz der Kantonsschulen Aargau (RK der Kantonsschulen Aargau) begrüsst

einige Artikel der Vorlage, unter anderem diejenigen zur Chancengerechtigkeit, zur Öffnung der Ergänzungsfächer (EF) und zu den transversalen Unterrichtsbereichen. Durch die Zunahme der GF sieht die RK der Kantonsschulen Aargau jedoch die Gefahr einer Verzettelung. Sie schlägt deshalb vor, dass in Verbindung mit einer Reduktion der Maturitätsnoten ein Teil der GF in Wahlpflicht besucht wird.

Der Syndicat des Enseignant∙es Romand∙es (SER) unterstützt verschiedene Artikel in der Vorlage uneingeschränkt, unter anderem die Mindestdauer von vier Jahren (mit der Formel 11+4), Chancengerechtigkeit sowie Austausch und Mobilität. Zu verschiedenen Artikeln macht der SER Bemerkungen und Vorschläge.

Beim Verband der Mittelschullehrpersonen des Kantons Basel-Stadt (VMBS) stösst die Vorlage bei

zahlreichen neuen Artikeln auf breite Zustimmung. Die Neuerungen insbesondere bezüglich des Fächerkatalogs, der Prüfungsfächer sowie der Bestehensnormen werden abgelehnt.

3.4.3 Organisationen an Gymnasien und Hochschulen

Die Association des étudiant.e.s du Departement d’études est-asiatiques de la Faculté des lettres

de l’Université de Genève (AE-ESTASIA) möchte, dass das Fach Chinesisch in den Katalog der SF aufgenommen wird.

Das Département d’histoire de l’Université de Fribourg, das Departement Geschichte der Univer-

sität Basel, das Historische Seminar der Universität Zürich, das Historische Institut der Universität Bern, das Institut d’histoire de l’Université de Neuchâtel und die Section d’histoire de

la Faculté des Lettres de l’Université de Lausanne begrüssen die Stossrichtungen der Vorlage, plädieren für eine Stärkung des Fachs Geschichte, des Lernbereichs Geistes und Sozialwissenschaften und die explizite Erwähnung der vier transversalen Kompetenzen im MAR/MAV (Politische Bildung, BNE, Digitalität, Wissenschaftspropädeutik).

Das Département d’histoire générale de l’Université de Genève gibt an, dass der aktuelle Entwurf

eine nicht notwendige Zerlegung der gymnasialen Maturität vorschlägt, die gut funktioniert und interessante Innovationen beinhaltet, welche aber nicht ausreichend verankert sind. Die Stärkung der historischen Bildung wird unterstützt.

Die Haute école pédagogique du canton de Vaud (HEP Vaud) begrüsst grundsätzlich die Vorlage, die Innovation und das Erhalten von Bewährtem kombiniere. Sie spricht sich für eine Mindestdauer von vier Jahren aus, mit dem Modell 11 + 4 Jahre und der Möglichkeit von 10 + 4 Jahren für begabtere Schülerinnen und Schüler. Sie macht Bemerkungen zu einigen Artikeln.

Die Pädagogische Hochschule Luzern (PH Luzern) begrüsst unter anderem die Artikel zur Chancengerechtigkeit, zu den basalen Kompetenzen und den transversalen Bereichen. Sie spricht sich bei der Maturitätsprüfung für den Status quo aus. Sie macht einige Vorschläge, unter anderem, die Fächer Englisch und Philosophie als GF für alle zu führen.

Die Philosophisch-Naturwissenschaftliche Fakultät der Universität Basel begrüsst grundsätzlich

die Stossrichtungen des Projekts und insbesondere das GF Informatik. Sie sieht aber eine Schwächung des MINT-Bereichs und fordert einen Anteil von mindestens einem Drittel an der Unterrichtszeit.

Der Fachbereich Design und Technik der Pädagogischen Hochschule Luzern und die Fachgruppe

Gestalten der Pädagogischen Hochschule St. Gallen möchten den Fachbereich Design und Technik mindestens als SF, möglichst auch als GF einführen.

Der Vizerektor Lehre der Universität Bern spricht sich für das SF Geschichte und Geografie und eine Erhöhung des Anteils des Lernbereichs Geistes und Sozialwissenschaften auf 15% aus.

Die Kantonsschule Kreuzlingen, Konvent und Schulleitung (Kantonsschule Kreuzlingen) äussert

sich zu verschiedenen Artikeln. Sie möchte unter anderem, dass Philosophie und Sport GF werden. Zudem hält sie eine klare Differenzierung der Begrifflichkeiten für notwendig (Basale Kompetenzen, Mindestkompetenzen).

Der Konvent Kantonsschule Frauenfeld äussert sich zu verschiedenen ausgewählten Artikeln und macht Vorschläge.

Die Fachschaften Biologie, Chemie und Physik der Kantonsschule Menzingen sind der Ansicht,

dass der Anteil der MINT-Fächer auch nach der Revision zumindest gleich hoch wie heute bleiben sollte.