Ergebnisbericht
Vernehmlassung 2022/43: Bericht zum Stand der Ausbauprogramme für die Bahninfrastruktur mit Änderungen an den Bundesbeschlüssen und zur Perspektive BAHN 2050 · 42 Seiten
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Bericht zum Stand der Ausbauprogramme für die Bahninfrastruktur mit Ergebnisbericht zur Vernehmlassung Änderungen an den Bundesbeschlüssen und zur Perspektive BAHN 2050
Beurteilung und zentrale Aussagen
Grundsätzliche Zustimmung (Ja / eher Ja)
ZH, BE, LU, UR, SZ, OW, NW, GL, ZG, FR, SO, BS, BL, SH, AR, AI, SG, GR, AG, TG, TI, VD, VS, NE, GE, JU, glp, GPS,
SP, AB, AggloBasel, Alpen-Initiative, BLS, CCIG, citrap-vaud, CJ, Coscienza- Svizzera, CTSO, FAGG, FSU, Gotthard-Komitee, IG Detailhandel, IGöV, InclusionHandicap, KöV, Lärmliga, Lötschberg-Komitee, Luzern, LuzernPlus, metroswiss, OKöV, OuestRail, ProBahn, ProGottardo , RBS, RhB, RKBM, RZU, SAB, SEV, SGB, SOB, SSV, STV, SVI, Swissrail, SwissRailvolution, Thurbo, Ticino Alptransit, Val Mara, VAO, VBZ, VCS, VöV, ZKöV, ZPK
Grundsätzliche Ablehnung (Nein / eher Nein)
FDP, SVP, CargoForum, economiesuisse, FER, FRS, InfraSuisse, SBV (Bau), SGV (Gewerbe), SwissEngineering, TCS,
Thommen, VAP
Ohne grundsätzliche Zustimmung / Ablehnung
ardsl, Bellinzona, BVB, Chiasso, EspaceSuisseTI, GeReR, Hauptstadtregion, IG Tösstallinie, IGöV ZH, KDL, LEO, LITRA,
Lugano, Mendrisio, Mitte, Naters, OVT, RKGK, Ruchet, SBB, SGV (Gemeinde), SL, usic, VSLF, WEKO, ZPL
321.01 Um das Klimaziel zu erreichen, muss der Modalsplit zugunsten der Bahn GR, VD, GE, glp, GPS, SP,
im Personen- und Güterverkehr bis 2050 deutlich erhöht werden (Perso- Alpen-Initiative, CTSO, FSU, nenverkehr mindestens 40 %, eindeutige Werte für Zielerreichung festle- IGöV, KöV, Luzern, Ouesgen, dringlichste bzw. wirksamste Projekte auflisten, volle Kostendeckung tRail, ProBahn, SEV, SGB, SVI, VCS, VöV bei Güterverkehr auf der Strasse und Verlagerungspotenzial besser aus-
schöpfen).
321.02 Veränderung des Modalsplits erfordert Massnahmen (Anbindung internatio- ZH, LU, SO, Alpen-Initiative,
naler Verkehr, Kapazitätsausbauten bei Überlasten) und Regulierungen BLS, FSU, KöV, OuestRail, auch in anderen Politikbereichen (attraktivere Bahn/öV-Angebote sind zent- RZU, SEV, SGB, SOB, SSV, ral aber nicht ausreichend, Gesamtmobilitätssystem, Eindämmung MIV, SVI, VBZ, VCS Mobility Pricing).
321.03 Zielgrösse für Verlagerungswirkung soll gesamter flächen- und energieeffi- LU, UR, SZ, OW, GR, BLS,
zienter öV sein (nicht nur Bahn, auch Bus und Tram). CCIG, LITRA, LuzernPlus, RBS, STV, VöV, ZKöV
321.04 Im Rahmen einer Perspektive 2050 sollen parallel zur Schiene auch an- SO, BS, BL, AG, AggloBa-
dere Verkehrsträger weiterentwickelt werden (Schienen- und Strassenver- sel, SwissEngineering kehr ohne Konkurrenzdenken, Elektrifizierung MIV, Bahn kann nicht alle
Umweltprobleme kompensieren) und bestehende Infrastrukturen optimal
genutzt werden (in enger Abstimmung mit der Raumplanung, ARE, BAV,
kantonale Fachstellen).
321.05 Modalsplit und Verkehrsverlagerung sollen keine Zielgrössen sein, sondern FDP, CargoForum, econo-
Ausdruck der Mobilitätsbedürfnisse und der Leistungsfähigkeit der einzel- miesuisse, InfraSuisse, SBV nen Verkehrsträger. Der Schienenverkehr ist nicht immer am effizientesten (Bau), Swissrail (Reisezeiten von Haustür zu Haustür, nicht von Bahnhof zu Bahnhof be-
trachten). Beurteilung Strasse-Schiene soll neutral und ergänzend statt
konkurrierend erfolgen, wobei neue Technologien unvoreingenommen ein-
zubeziehen sind.
321.06 Ziel der Verkehrsverlagerung von der Strasse auf die Schiene soll nicht in FER, FRS, SGV (Gewerbe),
der Strategie verankert werden. Freie Verkehrsmittelwahl ist ein Grund- TCS, VAP recht. Verlagerung Strasse-Schiene beruht auf einer einseitigen Sicht auf
die Mobilität der Zukunft und ist nicht demokratisch legitimiert. Ausserdem
lassen Überlastungsprobleme auf Strasse und Schiene zu Spitzenzeiten
die Verlagerung Strasse-Schiene nicht zu. Die Entwicklung der Bahninfra-
struktur soll sich an Eigenwirtschaftlichkeit orientieren, wobei Schiene und
Strasse nicht gegeneinander ausgespielt werden sollen.
321.07 Ziel der Verkehrsverlagerung auf Bahn und öffentlichen Verkehr (öV) steht ZH, BE, LU, SZ
in Übereinstimmung mit kantonalen Zielen und Planungsinstrumenten und
wird begrüsst.
321.08 Verlagerungswirkung soll den regionalen Besonderheiten Rechnung tragen VS, JU, CJ, RhB
(Randregionen dürfen nicht vernachlässigt werden, keine Beeinträchtigung
des Regionalverkehrs, kein Attraktivitätsverlust durch Fernverkehrsverbin-
dungen, Güterverkehr berücksichtigen).
321.09 Umweltvorteil des schienengebundenen öV soll sichergestellt werden BE, Luzern
(technologische Entwicklung, Energieeffizienz bei geringer Auslastung,
nachhaltige Energieproduktion).
19/42 BAV-D-3DB23401/1136