Erläuternder Bericht

Vernehmlassung 2023/12: Strategie der Internationalen Zusammenarbeit 2025–2028 · 69 Seiten

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je nach Art der Unterstützung, Reformbereitschaft und Entwicklungsziel auf nationaler, regionaler oder kommunaler Ebene arbeitet. Mit einer Risikoanalyse lassen sich die besten Modalitäten ermitteln, die zur Stärkung nationaler Systeme beitragen und die verhindern, dass Eliten unterstützt werden, die Reformen behindern. Ein regelmässiger Dialog im Rahmen der Zusammenarbeit mit der Regierung ermöglicht eine Beurteilung und allenfalls eine Anpassung der Partnerschaft.

Privatsektor

Es braucht den Privatsektor, einschliesslich Sozialunternehmen und wirkungsorientierter Unternehmen, um im Hinblick auf die Umsetzung der Agenda 2030 Ressourcen, Expertise und Innovation zu mobilisieren. Seine Innovationskraft, seine Fachkenntnisse, seine Vertriebskanäle, seine Investitionsmöglichkeiten und -kapazitäten sowie seine Rolle im Berufsbildungsbereich sind zur Umsetzung der IZA unverzichtbar. Damit er investieren kann, benötigt der Privatsektor umgekehrt günstige Rahmenbedingungen, die die IZA fördert.

Die Partnerschaften mit dem Privatsektor wurden zum einen über Finanz- oder Investitionsinstrumente verwirklicht, mit denen beispielsweise die finanziellen Risiken im Fall von Marktversagen abgeschwächt werden können (z. B. SDG Impact Finance Initiative, SIFEM oder Beteiligungen an strukturierten Fonds). Diese Instrumente schaffen für den Privatsektor einen Anreiz, in Länder zu investieren, die ohne Partnerschaft mit der IZA zu wenig attraktiv oder zu unsicher wären. Über die Zusammenarbeit mit dem Schweizer Ökosystem für wirkungsorientierte Investitionen kann die IZA eine Hebelwirkung für die Partnerländer erzeugen und gleichzeitig den Schweizer Finanzplatz stärken. Zum anderen erfolgt die Zusammenarbeit mit dem Privatsektor über Multi-Stakeholder-Initiativen, an denen relevante Akteure des Privatsektors beteiligt sind, die sich über diese Initiativen mit anderen Akteuren, insbesondere der Zivilgesellschaft, vernetzen (z. B. Schweizer Plattform für nachhaltigen Kakao, Swiss Better Gold). Um sicherzustellen, dass im Entwicklungsbereich eine Wirkung erzielt wird, gelten bei der Zusammenarbeit mit dem Privatsektor strenge Grundsätze wie jene der Additionalität der Mittel und der Vermeidung von Marktverzerrungen.

Die humanitäre Hilfe nutzt die Kompetenzen der Schweizer Privatwirtschaft auch, indem sie dort Expertinnen und Experten für das SKH rekrutiert, auf deren Logistikdienstleistungen und Material zurückgreift, oder andere Innovationen nutzt, die in Partnerschaft mit dem Privatsektor entwickelt wurden.

Nichtregierungsorganisationen

Im Rahmen der IZA arbeitet die Schweiz je nach Kontext mit lokalen, schweizerischen oder NGO von Drittländern zusammen. Die NGO tragen massgeblich zur Armutsreduktion, zum Zugang zu sozialen und wirtschaftlichen Einrichtungen, zu sozialer Gerechtigkeit, zur Stärkung des demokratischen Spielraums, zur Erhaltung globaler öffentlicher Güter und zur kulturellen Vielfalt bei. Die Kompetenzen und der Leistungsausweis der NGO bilden die Grundlage für diese Partnerschaften. Die Zusammenarbeit erfolgt nach drei Modalitäten: 1) über Mandate, welche nach den Transparenz- und Wettbewerbsregeln des öffentlichen Beschaffungswesens für die Umsetzung dieser Strategie vergeben werden; 2) über gezielte, thematisch oder geografisch motivierte Beiträge zur Unterstützung der IZA-Ziele (nur durch die DEZA);

3) über Programmbeiträge (nur durch die DEZA) an Schweizer NGO, Schweizer