Ergebnisbericht
Vernehmlassung 2023/50: Teilrevision des Epidemiengesetzes · 180 Seiten
Fedlex · Ergebnisbericht · Seite 35Fedlex · Ergebnisbericht
Ergebnisbericht der Vernehmlassung zur Teilrevision des Epidemiengesetzes (EpG)
EKK bemängelt, dass mehrere im Erlass enthaltene Rechtsgrundlagen nicht über die notwendige normative Dichte verfügen, um eine gültige Delegationsklausel zugunsten des Bundesrates oder anderer Vollzugsbehörden zu bilden.
Art. 11 Überwachungssysteme
1Das BAG sorgt für die Überwachung, einschliesslich der Früherkennung von übertragbaren Krankheiten.
2Es betreibt in Zusammenarbeit mit weiteren Bundesstellen und den zuständigen kantonalen Stellen Systeme zur Überwachung von übertragbaren Krankheiten und des Verbrauchs antimikrobieller Substanzen. Es sorgt für die Gewährleistung der Koordination mit internationalen Systemen.
3Der Bundesrat kann Betreiber von Abwasserreinigungsanlagen, Spitäler und andere öffentliche oder private Institutionen des Gesundheitswesens, Tierhaltungs- und Schlachtbetriebe, Flughafenhalter und Unternehmen, die im Flugverkehr grenzüberschreitend Personen befördern, verpflichten, bei der Überwachung des Abwassers mitzuwirken.
4Er kann weitere Einrichtungen verpflichten, bei der Überwachung bestimmter Krankheitserreger mitzuwirken, wenn dies unbedingt erforderlich ist.
GL, SG, TI, VD, ZG, ZH, FDP, SP, EFBS, IFIK sowie AeG BL, AeG LU, AGGL, AGSG, AGZ, BBV, BEKAG, BüAeV, DVSP, Economiesuisse, FMCH, FMH, GRIP, IDS NE, Intergenerika, Interpharma, ISPM BE, MCID, MedGes BS, MFÄF, MFE, NEK, PD, PIGS, PTK, SAMW, SBK, scin, SGAIM, SGDV, SGEB, SGED, SGN, SGP, SGSH, SMGP, SMVS, SNM, SRO, SSAI, SSAPM, SSI, SSO, SVBG, SVDI, SVHA, SVV, Swiss TPH, Uni GE, UNION, USB, USZ, VBSAE, VSAO und WiBeG sind der Ansicht,
dass in Abs. 3 die Überwachung des Abwassers zu eng gefasst sei. Es sei eine andere, (technologie)offenere Formulierung zu wählen, die beispielsweise auch allfällige zukünftige Technologien einschliesse, die über die Überwachung des Abwassers hinausgehe. IDS NE, SPHD und SSPH+ sind betreffend Abs. 3 der Ansicht, dass Flughäfen, Gesundheitszentren, landwirtschaftliche Betriebe und Transportunternehmen nicht nur zur Abwasserüberwachung beitragen sollten, sondern möglicherweise auch zu anderen Formen der Epidemie-Überwachung. GE schlägt vor, Bestattungsdienste in die Liste der Institutionen aufzunehmen, die zur Teilnahme an der Überwachung verpflichtet werden können. Die Mitte teilt die Ansicht, dass neue technische und medizinische Errungenschaften bei der Erkennung und Überwachung von übertragbaren Krankheiten eingesetzt werden können. Es wäre ihrer Ansicht nach besser, das Gesetz weniger spezifisch zu formulieren, da sich auch andere Überwachungsmethoden in Zukunft als nützlich erweisen könnten. Gemäss AIG müsse die Beteiligung von Flughäfen an der Überwachung von Abwasser in der Verordnung näher ausgeführt werden. FZH wünscht, dass in Abs. 3 die Transportunternehmen bzw. Verkehrsinfrastrukturen auf Strasse und Schiene zu inkludieren seien.
SP sowie AeG BL, AeG LU, AGGL, AGSG, AGZ, BBV, BEKAG, BüAeV, FMCH, FMH, MCID, MedGes BS, MFÄF, PD, PIGS, SGDV, SGED, SGN, SGP, SMGP, SMVS, SNM, SRO, SSAI, SSAPM, SVHA,
UNION, VBSAE und VSAO fordern im Abs. 2 Überwachsysteme mit «klinisch und umweltbasiert» zu ergänzen. SMVS fordert, dass die Sentinella-Überwachungssysteme verbessert wird.
AeG BL, AeG LU, AGGL, AGSG, AGZ, BBV, BEKAG, BüAeV, FMCH, FMH, MedGes BS, MFÄF, MFE, PIGS, Senesuisse, SGDV, SGED, SGN, SGP, SMGP, SMVS, SNM, SRO, SSAI, SSAPM, SSO, SVHA,
UNION, VBSAE und VSAO sind der Ansicht, dass der Verbrauch antimikrobieller Substanzen keinen Zusammenhang mit epidemischen Vorgängen habe und entsprechend in diesem Gesetz falsch verortet sei.
AeG BL, AeG LU, AGGL, AGSG, AGZ, BBV, BEKAG, BüAeV, FMCH, FMH, MedGes BS, MFÄF, PD, PIGS, SGDV, SGED, SGN, SGP, SMGP, SMVS, SNM, SRO, SSAI, SSAPM, SVHA, UNION, VBSAE
und VSAO fordern zusätzliche Absätze in diesem Artikel, um künftig pathogen-agnostische Ansätze explizit zu fördern und um die Transparenz bzgl. der epidemiologischen Lage weiter zu fördern.
GDK, AI, BE, BL, BS, FR, GE, GL, GR, JU, LU, NW, OW, SG, SH, SO, TG und VD sowie VKS befürworten, dass dem Bund die Hauptverantwortung für die entsprechenden Systeme zukommt, damit Bund und Kantone jeweils rechtzeitig und umfassend über die notwendigen Daten verfügen. Da