Ergebnisbericht

Vernehmlassung 2023/50: Teilrevision des Epidemiengesetzes · 180 Seiten

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Ergebnisbericht der Vernehmlassung zur Teilrevision des Epidemiengesetzes (EpG)

PTK sieht Abs. 1 als kritisch und problematisch an. Die Bestimmung könnte bedeuten, dass eine bestimmte Krankheit einfach ignoriert wird, selbst wenn sie aufgrund ihrer Häufigkeit und wegen Langzeitfolgen eine hohe Morbidität hat.

Art. 13a Meldung des Verbrauchs antimikrobieller Substanzen

1Die Spitäler melden den Verbrauch antimikrobieller Substanzen.

2Die Krankenversicherer melden die Angaben zum Verbrauch antimikrobieller Substanzen der einzelnen Ärztinnen und Ärzte, die im ambulanten Bereich Leistungen erbringen.

3Der Bundesrat kann Ärztinnen und Ärzte, die im ambulanten Bereich Leistungen erbringen, verpflichten, die Verschreibung oder Abgabe antimikrobieller Substanzen oder Substanzklassen mit Angaben zur Indikation, zum Alter und zum Geschlecht der betroffenen Person zu melden, wenn:

a. Substanzen neu oder erneut auf den Markt kommen;

b. Reserveantibiotika verwendet werden;

c. die Einhaltung von Auflagen nach Artikel 19a Absatz 4 Buchstabe c überprüft werden muss.

4Er legt die meldepflichtigen Angaben zum Verbrauch und zur Verschreibung, den Kreis der Meldepflichtigen, die Adressaten der Meldung, die Meldewege, die Melde fristen und die Meldefrequenz fest.

5Das BAG informiert die Ärztinnen und Ärzte nach Absatz 3 regelmässig über ihren nach Absatz 2 gemeldeten Verbrauch; es veröffentlicht die erhobenen Daten in anonymisierter Form.

AeG BL, AeG LU, AGGL, AGSG, AGZ, BBV, BEKAG, BüAeV, FMCH, FMH, MedGes BS, MFÄF, PIGS, SGDV, SGED, SGN, SGP, SMGP, SMVS, SNM, SRO, SSAI, SSAPM, SVHA, UNION, VBSAE und

VSAO fordern den ganzen Artikel zu streichen und sind der Ansicht, dass dieser sachfremd ist, und der Verbrauch von antimikrobiellen Substanzen nichts mit einer Epidemie zu tun hat und die Bekämpfung einer Epidemie nicht beeinflusst. Die Aufgaben in Abs. 1 könnten auf eine andere Art organisiert werden, z.B. durch Anresis.ch/Swissnoso. MFE fordert ebenfalls die Streichung des ganzen Artikels 13a. und merkt an, dass Abs. 1 (Meldungen des Verbrauchs antimikrobieller Substanzen durch die Spitäler) im HMG festgehalten werden könnte. Alternativ könnte gemäss AeG BL, AeG

LU, AGGL, AGSG, AGZ, BBV, BEKAG, BüAeV, FMCH, FMH, MedGes, MFÄF, MFE, PIGS, SGDV, SGED, SGN, SGP, SMGP, SMVS, SNM, SRO, SSAI, SSAPM, SVHA, UNION, VBSAE und VSAO im

EpG festgehalten werden, dass der Bundesrat die Versorgung der Bevölkerung mit antimikrobiellen Substanzen sicherstellt, in Zusammenarbeit mit den Kantonen und der pharmazeutischen Industrie.

AeG BL, AeG LU, AGGL, AGSG, AGZ, BBV, BEKAG, BüAeV, FMCH, FMH, MedGes BS, MFÄF, MFE, PIGS, SGAIM, SGDV, SGED, SGN, SGP, SMGP, SMVS, SNM, SRO, SSAI, SSAPM, SVHA, UNION,

VBSAE und VSAO stellen fest, dass undifferenzierte Kontrollen gemäss Abs. 2 generell abzulehnen sind. Auch die Meldung über die Krankenversicherinnen und Krankenversicherer kommt in jedem Fall zu spät, da sie erst über die Abrechnung von der Verwendung solcher Substanzen erfahren,

meist Monate nach der Abgabe. AeG BL, AeG LU, AGGL, AGSG, AGZ, BBV, BEKAG, BüAeV, FMCH, FMH, MedGes BS, MFÄF, MFE, PIGS, SGAIM, SGDV, SGED, SGN, SGP, SMGP, SMVS, SNM, SRO,

SSAI, SSAPM, SVHA, UNION, VBSAE und VSAO weisen ausserdem im Zusammenhang mit Abs. 3 darauf hin, dass neue Substanzen und Reserveantibiotika in der ambulanten Praxis nicht verwendet werden. Die Einschränkung der Abgabe geschieht hier sinnvollerweise über eine Limitation in der Spezialitätenliste und nicht in einem Artikel, der administrativen Zusatzaufwand ohne Nutzen gene-

riert. AeG BL, AeG LU, AGGL, AGSG, AGZ, BBV, BEKAG, BüAeV, FMCH, FMH, MedGes BS, MFÄF, MFE, PIGS, SGDV, SGED, SGN, SGP, SMGP, SMVS, SNM, SRO, SSAI, SSAPM, SVHA, UNION,

VBSAE und VSAO finden Abs. 4 unnötig, da eine solche Erhebung keinen Effekt habe. Auch in Abs. 5 handelt es sich um eine undifferenzierte Erhebung, die ausser administrativen Aufwänden und falschen Interpretationen nichts bringen wird. AeG BL, AeG LU, AGGL, AGSG, AGZ, BBV, BEKAG,

BüAeV, FMCH, FMH, MedGes BS, MFÄF, PIGS, SGDV, SGED, SGN, SGP, SMGP, SNM, SRO, SMVS,

SSAI, SSAPM, SVHA, UNION, VBSAE und VSAO weisen darauf hin, dass seit mehreren Jahren dieser Aufwand schon von allen Sentinella-Ärztinnen und Ärzte (Erfassung aller abgegebenen Antibiotika mit Indikation) geleistet wird.