Ergebnisbericht

Vernehmlassung 2023/50: Teilrevision des Epidemiengesetzes · 180 Seiten

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Ergebnisbericht der Vernehmlassung zur Teilrevision des Epidemiengesetzes (EpG)

b. bei bestimmten Personengruppen oder für gewisse Krankheitserreger eine systematische Untersuchung auf antimikrobielle Resistenzen durchzuführen;

c. vor der Überweisung einer Patientin oder eines Patienten die betreffende Institution darüber zu informieren, dass die Patientin oder der Patient Trägerin oder Träger eines bestimmten Krankheitserregers ist, der gegen eine antimikrobielle Substanz resistent ist;

d. Programme zum sachgemässen Einsatz von antimikrobiellen Substanzen umzusetzen.

2Er kann Ärztinnen und Ärzte, die antimikrobielle Substanzen verschreiben, zu regelmässiger Fortbildung im Umgang mit diesen Substanzen verpflichten. Er regelt den Kreis der Fortbildungspflichtigen sowie den Inhalt und den Umfang der Fortbildung und legt die Voraussetzungen für die Anerkennung von Fortbildungsangeboten fest.

3Für fachlich eigenverantwortlich tätige Ärztinnen und Ärzte kann die Verletzung der Fortbildungspflicht nach Absatz 2 eine Verletzung von Artikel 40 Buchstabe b Medizinalberufegesetz vom 23. Juni 200612 darstellen.

4Er kann zur Erhaltung der Wirksamkeit von antimikrobiellen Substanzen Auflagen zur Verschreibung machen, wenn:

a. Substanzen neu oder erneut auf den Markt kommen;

b. Reserveantibiotika verwendet werden;

c. Hinweise vorhanden sind, dass antimikrobielle Substanzen in breitem Masse nicht sachgerecht eingesetzt werden.

GDK, BE, BL, BS, FR, GL, GR, JU, LU, NW, OW, SG, SO, SZ, TG, TI, VD, ZH, VKS sowie AGZ, AeG BL, AGGL, AGSG, BEKAG, BüAeV, FMH, FMCH, MedGes BS, MFÄF, MFE, PIGS, SGDV, SGED,

SGN, SNM, SGP, SMGP, SMVS, SRO, SSAPM, SSAI, UNION, VBSAE und VSAO fordern die Strei-

chung von Abs. 3. GDK, BE, BL, BS, FR, GL, GR, JU, LU, NW, OW, SG, SZ, TG, VD, ZH und VKS

sind der Ansicht, dass eine allfällige Fortbildungspflicht zum Thema antimikrobielle Substanzen nicht im Epidemiengesetz geregelt werden sollte. LU schlägt vor, dass wenn eine solche Fortbildungspflicht gesetzlich vorgesehen werden soll, sie im Medizinalberufegesetz (MedBG) unter den Berufspflichten verankert werden sollte. TI schlägt vor, dass eine Fortbildung gefördert wird, die in Zusammenarbeit mit Fachgesellschaften das Thema Resistenz vertieft. Eine allgemeine Fortbildungspflicht für Gesundheitspersonal wird abgelehnt.

BE, FR, GL, LU, SO, TG, TI, VD, ZH, VKS sowie AÄV, AeG BL, AGGL, AGSG, AGZ, BEKAG, BüAeV, FMCH, FMH, MedGes BS, MFÄF, MFE, PIGS, SGDV, SGED, SGN, SGP, SNM, SMGP, SMVS, SRO,

SSAPM, SSAI, UNION, VBSAE und VSAO fordern die Streichung von Abs. 2.

AeG BL, AGGL, AGSG, AGZ, BBV, BEKAG, BüAeV, FMCH, FMH, MedGes BS, MFÄF, MFE, PIGS, SGAIM, SGDV, SGED, SGN, SGP, SMGP, SMVS, SNM, SRO, SSAPM, SSAI, SVHA, UNION, VBSAE

und VSAO sind der Ansicht, dass eine Festschreibung von obligatorischen Fortbildungspflichten mit spezifischen Inhalten in einem Spezialgesetz wie dem Epidemiengesetz weder sach- noch stufengerecht ist und ersatzlos gestrichen werden soll. AeG BL, AGGL, AGSG, AGZ, BEKAG, BüAeV, FMCH,

FMH, MedGes BS, MFÄF, MFE, PIGS, SGAIM, SGDV, SGED, SGN, SGP, SMGP, SMVS, SNM, SRO,

SSAPM, SSAI, UNION, VBSAE und VSAO betonen, dass die Fortbildungspflicht schon seit Jahren besteht, wahrgenommen und von Fachgesellschafen überwacht wird. PH CH ist der Ansicht, dass die bestehenden, strukturierten Fortbildungspflichten für Ärztinnen und Ärzte im Umgang mit antimikrobiellen Substanzen ausreichend sind. Eine zusätzliche gesetzliche Verpflichtung könnte die bestehenden Fortbildungsstrukturen unnötig administrativ belasten, ohne einen signifikanten Mehrwert zu bringen. Gemäss Swissnoso sollen die Bestimmungen in Abs. 2 und 3 auf ihre Verhältnismässigkeit überprüft werden. Eine zusätzliche Belastung der Grundversorgung mit unverhältnismässigen Anforderungen ist zu vermeiden. GRIP und VIPS beurteilen eine Fortbildungspflicht von Ärztinnen und Ärzten, welche ohnehin schon besteht, als kritisch.

AeG BL, AGGL, AGSG, AGZ, BEKAG, BüAeV, FMCH, FMH, MedGes BS, MFÄF, MFE, PIGS, SGDV, SGED, SGN, SGP, SMGP, SMVS, SNM, SRO, SSAPM, SSAI, UNION, VBSAE und VSAO beurteilen

den ganzen Artikel als sachfremd und fordern diesen zu streichen. Die Verhütung von Resistenzen ist wichtig, geschieht aber nicht während einer Epidemie, sondern völlig unabhängig davon. Zweckmässig wäre deshalb, Swissnoso und Anresis.ch ausreichend zu unterstützen. AeG LU und SSO befürworten die Streichung des ganzen Artikels. KMUfamilie, MFE und SGV sind der Ansicht, dass die

12 SR 811.11