Ergebnisbericht

Vernehmlassung 2023/72: Änderung des Heilmittelgesetzes (HMG) · 70 Seiten

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AVKZ, BAV, HIN, LAV, ONP, PharmaSuisse, Pharmavalais, SDV, Sphf und SVPh betonen, dass

die Verantwortlichkeiten und die Haftungsfrage zu klären sind. Ähnlich verlangt Spitex, dass die Verantwortungskaskade klar aufgezeigt wird.

Umsetzung

SO hält fest, dass in einem ersten Schritt die Verpflichtung nicht nur für stationäre Einrichtungen gelten sollte. Ausserdem weist er darauf hin, dass es nicht praktikabel ist, einen kostenpflichtigen Rechner als verpflichtend einzuführen, wenn kostenfreie Datenbanken zur Verfügung stehen. Sie fragen ausserdem, ob in diesem Bereich eine starke Regulierung erfolgen sollte, wenn in anderen, auch fehleranfälligen Bereichen, eine grössere Therapiefreiheit besteht.

SPD fordert, dass die Einführung auf freiwilliger Basis und nur in ausgewählten, stationären Einrichtungen erfolgen soll. Sie fragen ausserdem, ob das Klinikinformationssystem erweitert werden kann, um eine Überprüfung auf grobe Dosisfehler zu ermöglichen, was einfacher umzusetzen wäre und wie Arzneimittel mit geringem Risikopotential ausgewählt werden.

BFG, Comparis, FMC und KF betonen, dass eine gesetzliche Grundlage für einen Dossierungsrechner auch im ambulanten Bereich sehr wichtig ist.

Dr. B. Bugnon UniGe betont, dass eine spezifische Strategie für die CDS Tools ausgearbeitet werden sollte.

Insel betont, dass die fehlende einheitliche Digitalisierung die Umsetzung schwierig gestaltet.

H+, Insel, SPD und Unimedsuisse fordern, dass im Einzelfall eine Abweichung einer berechneten Dosis durch die Ärztin oder den Arzt vorgenommen werden kann. Ähnlich weist GR darauf hin, dass die CDS Tools keinen Ersatz für einen Medikationsentscheid sind und nicht klinischen Entscheidungen vorschreiben sollten.

KSA betont, dass Arzneimittel mit geringem Risikopotential, die von der Verpflichtung der Nutzung des Dosierungsrechners ausgenommen werden, von weiteren Faktoren wie Alter, Verabreichungsform abhängt und SPD den Auftrag zur Erstellung dieser Liste erhalten sollten. Ähnlich fordert KS-GR, dass in den CDS Tools auch weitere Parameter wie Menge des Wirkstoffes pro Körpergewicht dargestellt werden. Gleichermassen weisen Medbase und VSVA darauf hin, dass die Apothekerschaft für eine korrekte Überprüfung weitere Daten, wie Laborwerte, Indikationen etc. benötigt und fordert daher eine Überprüfung des Austauschformates.

ZG verlang eine angemessene Übergangsfrist.

Kosten / Vergütung

Curafutura ist der Ansicht, dass der Aufwand zu den Gestehungskosten gehört und in den regulären Tarifen abgegolten ist.

KSA weist darauf hin, dass Dosierungsrechner unter die Medizinprodukte und deren Zertifizierungspflicht fallen, was zusätzliche Kosten verursacht.

ZH verlangt, dass der Mehraufwand für die Kantone in Bezug auf die neuen digitalen Instrumente erläutert werden und haushaltsneutral umgesetzt werden, gegebenenfalls durch eine Gegenfinanzierung des Bundes.

FMCH, KS-GR und Medswiss.net betonen, dass der zusätzliche Aufwand und die Kosten vergütet

werden sollten. Ähnlich fordern AVKZ, BAV, LAV, ONP, PharmaSuisse, Pharmavalais, SDV, Sphf,

Spitex und SVPh dass die Entschädigung der Leistungserbringer sichergestellt wird. EKJ, IG eHealth, IPAG eHealth und SGP fordern, dass der Bundesrat und die Tarifpartner die finanziellen