Erläuternder Bericht

Vernehmlassung 2025/121: Unterstützung der Kandidatur, Vorbereitung und Durchführung der Olympischen und Paralympischen Winterspiele 2038 in der Schweiz – Grundsatz- und Planungsbeschluss · 40 Seiten

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Der Verein sieht die OPWS 2038 als Impulsgeber für nachhaltige Entwicklungen in Sport und Gesellschaft. Die Trägerorganisation sorgt für eine Planung und Organisation der OPWS 2038 nach internationalen Standards (z. B. ISO 20121 für nachhaltiges Veranstaltungsmanagement). Im Rahmen der Planungs- und Umsetzungsarbeiten werden zudem die Ziele der Strategie Nachhaltige Entwicklung 2030, der Energiestrategie 2050, der langfristigen Klimastrategie 2050 und des Klima- und Innovationsgesetzes (Netto-Null bis 2050) des Bundes berücksichtigt. Der Verein nennt in diesem Zusammenhang derzeit folgende Hauptziele:

− CO₂-arme und ressourcenschonende Winterspiele durch Nutzung bestehender Infrastruktur, Priorisierung des öffentlichen Verkehrs und Einsatz erneuerbarer Energien;

− Schutz der Ökosysteme und Förderung eines vorausschauenden Wassermanagements;

− Stärkung der Resilienz gegenüber Klimafolgen und nachhaltige Aufwertung alpiner und urbaner Lebensräume;

− Weiterentwicklung des nachhaltigen Tourismus und Integration von Programmen wie «Swisstainable».

Der Verein erarbeitet derzeit ein Konzept für das nachhaltige Veranstaltungsmanagement mit spezifischen Zielsetzungen und Massnahmen in den verschiedenen Bereichen.

3.6 Kosten und Finanzierung

Bei Olympischen und Paralympischen Spielen wird üblicherweise zwischen dem sogenannten OCOG- und dem Non-OCOG-Budget unterschieden. Das OCOG-Budget wird von der Trägerorganisation (Organising Comittee for the Olympic Games, OCOG) verantwortet und beinhaltet sämtliche Aufwände und Erträge in Zusammenhang mit der Planung und Durchführung des Anlasses. Unter dem Begriff «Non-OCOG» werden Aufwände und Erträge zusammengefasst, die ausserhalb der Verantwortung und des Einflussbereichs der Trägerorganisation anfallen, wie beispielsweise Investitionen in permanente Infrastrukturen oder Aufwände für die Gewährleistung der Sicherheit im öffentlichen Raum.

3.6.1 Planung und Durchführung der OPWS 2038 (OCOG-Budget)

Der Verein hat sich zum Ziel gesetzt, den Bedarf an öffentlichen Geldern zur Mitfinanzierung der Planungs- und Durchführungskosten im Vergleich zu früheren Kandidaturprojekten (z. B. «Graubünden 2022» oder «Sion 2026») erheblich zu reduzieren. Ein möglichst grosser Teil der Aufwände der Trägerorganisation soll durch private Mittel finanziert werden. Mit einem «built-to-budget-Ansatz» soll gewährleistet werden, dass die Kosten für die Planung und Durchführung des Anlasses die tatsächlich realisierbaren Erträge nicht übersteigen. So würde im Falle von unerwarteten Kostensteigerungen oder Ertragseinbussen auf Leistungen verzichtet. Zu denken ist beispielsweise an eine