Erläuternder Bericht
Vernehmlassung 2025/121: Unterstützung der Kandidatur, Vorbereitung und Durchführung der Olympischen und Paralympischen Winterspiele 2038 in der Schweiz – Grundsatz- und Planungsbeschluss · 40 Seiten
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IOK derzeit einen Mindestbeitrag an das OCOG-Budget von rund 600 Millionen Franken. Die Beiträge des IOK werden in US-Dollar ausbezahlt. Wechselkurschancen und -risiken liegen bei der Trägerorganisation.
Der zweitgrösste Einnahmeposten betrifft Erträge aus dem nationalen und regionalen Sponsoring (Domestic Sponsorship) im Umfang von rund 450 Millionen Franken. Die Sponsoringpartner erhalten über mehrere Jahre gesamtschweizerische Sichtbarkeit und das Recht zur Nutzung der Olympischen Ringe. Das regionale Sponsoring zielt auf die Einbindung regionaler Unternehmen, insbesondere KMU, ab.
Der Verein rechnet mit Erlösen aus dem Verkauf von Tickets für die Wettkämpfe und Zeremonien im Umfang von 413 Millionen Franken. Teilweise sind mit dem Ticketkauf auch der Erwerb von umfassenden Hospitalityleistungen verbunden. Der Verein kalkuliert mit einer Gesamtmenge von 2,6 Millionen Tickets und einer durchschnittlichen Auslastung von 80 Prozent, was in etwa 2,1 Millionen verkaufter Tickets entspricht. Der durchschnittliche Ticketpreis wurde auf Basis von Benchmarks auf 170 Franken geschätzt.
Erträge im Umfang von insgesamt 206 Millionen Franken werden aus Spenden und Anlageerträgen erwartet. Im Rahmen eines neu geschaffenen Anlageinstruments soll sich ein breiter Bevölkerungskreis ab 2028 an der Finanzierung der Spiele beteiligen und diese mittragen können. Die Einlagen werden nach Abschluss der Spiele vollumfänglich an die Anleger zurückerstattet.
3.6.1.3 Mögliche Massnahmen im Falle eines drohenden Defizits
Der Verein strebt an, den «built-to-budget»-Ansatz vertraglich mit dem IOK im HCC zu verankern. Es sollen Leistungspositionen festgelegt werden, bei welchen im Bedarfsfall kostensenkende Massnahmen ergriffen werden. Im Vordergrund stehen folgende Massnahmen:
− Service-Reduktionen: Anpassung von Qualitätsstandards, Anforderungen, Spezifikationen bei vereinbarten Leistungen (z. B. Art der Transportmittel für bestimmte Gruppen, Standards zur Netzresilienz, technische Ausstattungen etc.);
− Volumen-Reduktionen: Reduktion von Dienstleistungen (z. B. Anzahl Fahrzeuge, Volunteers);
− Recht zum Verzicht auf die Nutzung standardisierter Leistungspakete des IOK oder dessen Partner und zum Ausweichen auf kostengünstigere Alternativen.
Derzeit laufen Gespräche zwischen dem Verein und dem IOK zur Festlegung der konkreten, im HCC festzulegenden Kostenreduktionsmechanismen für den Fall drohender Defizite.
3.6.1.4 Private Defizitgarantie
Der Verein strebt an, die mit dem Projekt OPWS 2038 verbundenen Risiken durch eine von privaten Organisationen und Personen gewährleistete Defizitgarantie im Umfang