Erläuternder Bericht
Vernehmlassung 2025/121: Unterstützung der Kandidatur, Vorbereitung und Durchführung der Olympischen und Paralympischen Winterspiele 2038 in der Schweiz – Grundsatz- und Planungsbeschluss · 40 Seiten
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stärken. Die OPWS können einen Beitrag zur Förderung von Bewegung und Sport leisten, die Inklusion unterstützen und das Zusammengehörigkeitsgefühl der Gesellschaft stärken. Gegen innen können die OPWS dazu beitragen, ein attraktives Lebensumfeld zu schaffen.
Die Schweiz steht in einem herausfordernden internationalen Wettbewerb und könnte in den kommenden Jahren durch wirtschaftliche und politische Entwicklungen herausfordert werden. Das Projekt OPWS 2038 muss deshalb auch im Hinblick auf die langfristige Wirkung in der Schweiz und im Ausland bewertet werden. Diesbezüglich bekäme die Schweiz zweifellos eine echte Chance. Die Organisation der OPWS würde die Willkommenskultur der Schweiz sowie die Werte der Offenheit und Toleranz hervorheben. Die Innovationskraft generell und speziell in digitalen Fragen namentlich im Zusammenhang mit Verkehr, Sicherheit und Sport könnte vorangetrieben werden. Die wirtschaftlich, sozial und ökologisch nachhaltige Durchführung der Spiele ermöglicht es, die Schweiz als ein Land zu positionieren, das seine Verantwortung in globalen Fragen wahrnimmt. Das Potenzial des «Nation Branding» in für die Schweiz wichtigen Kerngebieten darf als gross eingeschätzt werden und die Winterspiele können langfristig die Wahrnehmung der Schweiz als internationales wirtschaftliches und politisches Zentrum beeinflussen.
Das vom Verein verfolgte Austragungskonzept, wonach über die ganze Schweiz bestehende Sport- und Unterbringungsinfrastruktur genutzt wird und die Verantwortlichkeiten dezentral aufgeteilt und lokal verankert sind, bindet die ganze Schweiz ein und erhöht die Tragfähigkeit des Projekts. Allerdings ist auch zu beachten, dass bei einer dezentralen Umsetzung dieses Grossprojekts die Komplexität sowohl in organisatorischer Hinsicht wie auch im Zusammenhang mit der Abstimmung der politischen Entscheidungsprozesse sehr hoch ist. Zwölf Jahre vor dem Anlass bestehen zwangsläufig viele offene Fragen und Risiken bezüglich Umsetzung, Haftung, Kosten und auch Finanzierung des Projekts. Die Voraussetzungen, welche die Risiken für alle Beteiligten massgeblich beschränken, sind im weiteren Verlauf der Kandidaturarbeiten noch zu erfüllen.
Weder der Bund noch die Austragungskantone oder -gemeinden leisten Defizitgarantien gegenüber dem Verein oder dem IOK. Im Vergleich zu früheren Kandidaturprojekten fällt der Anteil der durch die öffentliche Hand mitfinanzierten Kosten des Durchführungsbudgets wesentlich geringer aus. Der Bund wird nicht Teil der Trägerorganisation. Inwieweit sich die Austragungskantone und -gemeinden in die geplanten lokalen Organisationskomitees (EDE) einbinden lassen, ist derzeit noch offen.
Die Hauptverantwortung für die Planung, Durchführung und Finanzierung der OPWS 2038 liegt beim Verein respektive der nachfolgenden privaten Trägerorganisation. Entscheidend ist, dass adäquate Massnahmen getroffen werden, um Entwicklungen, die sich kostensteigernd oder ertragsmindernd auf das Durchführungsbudget auswirken, frühzeitig erkennen und adäquat darauf reagieren zu können. Die Massnahmen müssen gewährleisten, dass ein ungedecktes Defizit aus der Austragung der Spiele faktisch ausgeschlossen werden kann.