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Vernehmlassung 2025/83: Sicherheitspolitische Strategie der Schweiz 2026 · 60 Seiten

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Sicherheitspolitische Strategie der Schweiz 2026 [Vernehmlassungsentwurf]

Unternehmen, aber auch die zahlreichen in der Schweiz ansässigen internationalen Organisationen, sind attraktive Ziele für Spionage und Sabotage. Die Schweiz verfügt über zahlreiche Infrastrukturen, die für das Funktionieren von Wirtschaft und Gesellschaft nicht nur in der Schweiz, sondern auch bei den Nachbarn, anderen Ländern und internationalen Akteuren essenziell sind. Störungen oder Ausfälle in diesen Infrastrukturen können ganz Europa betreffen.

Europäische Staaten an der Grenze zu Russland, aber auch die Nato und die EU insgesamt nehmen die Bedrohung durch Russland sehr ernst. Die Nato-Staaten erhöhen ihre Verteidigungsausgaben massiv. Die Sicherheitskooperationsformate haben in den letzten Jahren stark zugenommen und bieten der Schweiz neue Möglichkeiten. Die Schweiz profitiert vom sicherheitspolitischen Engagement der EU, der Nato und ihrer europäischen Nachbarn. Damit dies nicht einseitig ist, muss sich die Schweiz aber auch einbringen.

Ein umfassender, bewaffneter und direkter Angriff auf die Schweiz ist in absehbarer Zeit – auch dank der Verteidigungs- und Sicherheitsanstrengungen der Nato und Europas – zwar unwahrscheinlich. Ein solcher Angriff kann aber auch mit weitreichenden Waffen durchgeführt werden. Die Lage kann sich sehr rasch ändern, aber die für die Verteidigung erforderlichen Mittel brauchen langjährige Vorbereitung.

Ab 2028 könnte sich für Europa ein ungünstiges Zeitfenster ergeben: Europa hat seine Verteidigungsfähigkeiten bis dahin noch nicht vollständig aufgebaut und kann sich nicht mehr vollumfänglich auf die Unterstützung durch die USA verlassen, während Russland seine Kriegswirtschaft weiter hochfährt. In dieser Phase könnte Russland hybride Aktionen intensivieren und weitere Staaten in Europa angreifen.