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Vernehmlassung 2025/83: Sicherheitspolitische Strategie der Schweiz 2026 · 60 Seiten
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Sicherheitspolitische Strategie der Schweiz 2026 [Vernehmlassungsentwurf]
Abb. 3:Schematische Darstellung eines möglichen Eskalationsverlaufs der hybriden Konfliktführung.
Beeinflussungsaktivitäten verfolgen meist das Ziel, andere Staaten und ihre Institutionen als negativ und dysfunktional darzustellen, Gesellschaften zu polarisieren und zu radikalisieren und damit ihre Resilienz und Stabilität zu gefährden. Mit Repression versuchen meist nichtdemokratische oder autoritäre Staaten, Menschen und Gruppen über nationale Grenzen hinaus einzuschüchtern und zu unterdrücken. Soziale Medien und künstliche Intelligenz begünstigen solche Beeinflussungsaktivitäten.
Cyberangriffe zielen auf die Abhängigkeit der Gesellschaft von kritischen Infrastrukturen wie Stromversorgung, Verkehr, Mobilfunk, satellitenbasierter Navigation und Daten- und Finanzströmen, und werden zur Sabotage eingesetzt. Wenn sich Ausfälle und Störungen einzelner Infrastrukturen verketten, können sie zu Versorgungsengpässen und Mangellagen führen – mit Auswirkungen auf die Handlungs- und Führungsfähigkeit der Behörden und Einsatzkräfte. Umgekehrt können Unterbrüche bei Systemen und Verbindungen dank der zunehmenden Vernetzung oft rascher kompensiert oder wiederhergestellt werden.
Die hybride Konfliktführung in Europa ist zwar nicht neu, hat aber quantitativ und qualitativ, in der Breite der genutzten Instrumente und in ihrer Koordination zugenommen. Besonders autokratische Staaten verwenden immer häufiger solche Mittel, um ihre Interessen durchzusetzen und europäische Staaten zu schwächen. Der koordinierte Einsatz dieser Mittel und der kontinuierliche Druck fordern auch resiliente Systeme und gefestigte Demokratien heraus. Auch gegen die Schweiz werden Spionage, Cyberangriffe und Beeinflussungsaktivitäten eingesetzt.