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Vernehmlassung 2025/83: Sicherheitspolitische Strategie der Schweiz 2026 · 60 Seiten
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Sicherheitspolitische Strategie der Schweiz 2026 [Vernehmlassungsentwurf]
Ziel 1: Geschärftes Bewusstsein
Bevölkerung und Institutionen sind sich der verschärften Sicherheitslage bewusst. Beeinflussung und Desinformation werden erkannt und sind wirkungslos. Die Bereitschaft, die Schweiz mit allen verfügbaren Mitteln zu schützen und zu verteidigen, ist bei allen relevanten Akteuren und der Bevölkerung hoch.
Ziel 2: Gestärkte Früherkennung und Antizipation
Der Bund erkennt Bedrohungen, Gefahren und sicherheitspolitische Chancen rechtzeitig; er antizipiert und ergreift geeignete Massnahmen. Dies gilt insbesondere für die Mittel der hybriden Konfliktführung wie Beeinflussungsaktivitäten, Cyberangriffe und politische und wirtschaftliche Druckausübung. Kantone, Wirtschaft und Wissenschaft sind in die Krisenfrüherkennung eingebunden.
Ziel 3: Solides Krisenmanagement
Das Krisenmanagement des Bundes hat zweckmässige und flexible Strukturen und Prozesse, um Krisen zu bewältigen.
Ziel 4: Krisenfeste Infrastrukturen
Kritische Infrastrukturen sind gegenüber Störungen und Angriffen robust. Sie erbringen auch unter erschwerten Bedingungen und bei eingeschränkter Funktionsfähigkeit essenzielle Leistungen für die Gesellschaft. Der Schutz vor Cyberangriffen ist hoch. Die Informationssicherheit ist hoch, damit die Behörden im Krisenfall rasch, umsichtig und zielgerichtet handeln und kommunizieren können.
Ziel 5: Wirtschaftliche und technologische Sicherheit
Der Zugang zu kritischen Gütern, Dienstleistungen und Technologien sowie die Exportmöglichkeiten der sicherheitsrelevanten Industrie sind gesichert. Abhängigkeiten bei essenziellen Gütern und Dienstleistungen sind reduziert; die Versorgungssicherheit ist gewährleistet. Wirtschaft und Wissenschaft sind vor Missbrauch geschützt.
Ziel 6: Wirksame Beiträge zu Stabilität und Rechtstaatlichkeit
Die Schweiz fördert die europäische Sicherheit durch verstärkte Zusammenarbeit mit der EU, der Nato und bilateralen Partnern.20 Auch in anderen Regionen der Welt trägt sie zu Sicherheit und Stabilität bei. Sie setzt sich für eine friedliche und gerechte internationale Ordnung sowie für die Handlungsfähigkeit multilateraler Institutionen ein. Sie fördert das Völkerrecht, die Menschenrechte und das humanitäre Völkerrecht.
20 Siehe auch Aussenpolitische Strategie 2024-2027, Ziel 4.