Erläuternder Bericht
Vernehmlassung 2026/64: Vorlage zur verkehrsträgerübergreifenden Bewältigung der Mobilitätsbedürfnisse: Verkehr ’45 · 147 Seiten
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Abbildung 7 Handlungsbedarf infolge Auslastung des Nationalstrassennetzes und Risiko für Ausweichverkehr
Ohne Gegenmassnahmen werden im Jahr 2050 beim Szenario Basis rund 355 Kilometer des Nationalstrassennetzes regelmässig überlastet sein. Auf rund 87 Kilometern muss täglich mit mehreren Stunden Stau gerechnet werden, weil die Auslastung die Kapazität um mehr als 20 Prozent überschreitet. Die betroffenen Streckenabschnitte befinden sich in den grössten Städten und Agglomerationen, wo sich der überregionale Verkehr mit den starken Ziel-, Quell- und Binnenverkehren überlagert. In diesen Räumen besteht die Gefahr, dass die Nationalstrassen ihre Funktion nicht mehr in genügendem Umfang wahrnehmen können und Ausweichverkehr entsteht.
Bei der Verträglichkeit stellen die beeinträchtigte Entwicklung von Wohn- und Arbeitsplätzen sowie die Lärmbelastung die gravierendsten Probleme dar. Auch davon sind die grossen Städte und Agglomerationen am stärksten betroffen. Unfallschwerpunkte treten sowohl in dichtbesiedelten als auch in ländlichen Räumen auf. In den Bergregionen hingegen ist das Netz anfällig auf Naturereignisse, und es fehlen redundante Netzstrukturen.
Verkehrsstörungen auf den Nationalstrassen, ausgelöst durch Überlastung, Unfälle oder Naturereignisse, führen zu Ausweichverkehr auf das nachgelagerte Strassennetz. Davon sind die kantonalen und lokalen Strassennetze betroffen. Speziell die grossen Städte und Agglomerationen sind regelmässig von Ausweichverkehr betroffen. Im Reiseverkehr sind im Alpengebiet besonders die Dörfer entlang der Nord-Süd-Achsen von Ausweichverkehr betroffen. Zusätzliche Beeinträchtigungen der angrenzenden Sied-