Erläuternder Bericht

Vernehmlassung 2026/64: Vorlage zur verkehrsträgerübergreifenden Bewältigung der Mobilitätsbedürfnisse: Verkehr ’45 · 147 Seiten

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2.5.4.2 Betrieb

Der Finanzbedarf für den Betrieb des Nationalstrassennetzes liegt im Jahr 2028 bei 465 Millionen Franken und steigt in den darauffolgenden Jahren mit der Teuerung. Diese wird für das Jahr 2028 auf 0,8 Prozent und für den restlichen Zeitraum auf jährlich 1 Prozent geschätzt. Mit diesen Mitteln werden der betriebliche Unterhalt (namentlich Winterdienst, Reinigung, Grünpflege, Unterhalt der Betriebs- und Sicherheitsausrüstungen, kleiner baulicher Unterhalt), der projektfreie bauliche Unterhalt, die Schadenwehren und das Verkehrsmanagement finanziert.

Teuerungsbereinigt ist der Finanzbedarf für den Betrieb im Zeitraum 2028–2031 gegenüber der Vorperiode unverändert. Erhöhend auf die Kosten des Betriebs wirken zunehmende Anforderungen, zum Beispiel in den Bereichen Sicherheit, Verträglichkeit und Verkehrsmanagement, sowie die Inbetriebnahme neuer Anlagen. Diese Kostensteigerungen werden indessen durch Effizienzgewinne und Skalenerträge kompensiert. Entsprechende Optimierungen werden gemeinsam mit den Gebietseinheiten umgesetzt. Längerfristig werden weitere Effizienzsteigerungen spürbar werden, namentlich dank gemeinsamen Beschaffungen der verschiedenen Gebietseinheiten des Nationalstrassennetzes.

Mit den beantragten Mitteln können insgesamt und unter Berücksichtigung der Teuerung Investitionen im gleichen Umfang wie im Zeitraum 2024–2027 getätigt werden.

Tabelle 17 Finanzbedarf Betrieb 2028–2031, in Millionen Franken, inkl. MWST 2028 2029 20302031

Netz ohne NEB-Strecken 420 425 429433

NEB-Strecken 45 46 4647

Total 465 471 475480

2.5.4.3 Unterhalt

Ausgehend vom bisherigen Zahlungsrahmen steigt der Finanzbedarf für den Unterhalt des Nationalstrassennetzes mit der Teuerung und liegt im Jahr 2028 bei 1207 Millionen Franken. Der Unterhalt soll im bisherigen Umfang fortgeführt werden. Gemäss dem «Netzzustandsbericht der Nationalstrassen», den das ASTRA im Jahr 2025 publiziert hat, ist der Zustand des Nationalstrassennetzes gut bis zufriedenstellend.

Die Teuerungsannahmen, die dem Zahlungsrahmen für die Jahre 2024–2027 zugrunde lagen, erwiesen sich im Nachhinein als zu tief und trugen dem starken Preisanstieg im Tiefbau zwischen 2021 und 2023 nicht Rechnung.

Um diese Teuerung beim Unterhalt nachträglich auszugleichen, sollen die verfügbaren Mittel ab 2030 um jährlich 150 Millionen Franken erhöht werden. In diesem Jahr wird voraussichtlich die zweite Röhre des Gotthard-Strassentunnels in Betrieb genommen,