Projet
Consultation 2005/43: Evolution future de la politique agricole (Politique agricole 2011) · 370 pages
Fedlex · Projet · Page 133 · DeutschFedlex · Projet · Deutsch
Rahmenbedingungen für Produktion und Absatz (2. Titel LwG)
2000 und 2004 deutlich verstärkt. Die Ursache des beschleunigten Strukturwandels dürfte bei der Einführung des Kontingentshandels zu suchen sein. Produzenten, die in der Milchproduktion verbleiben wollen, konnten durch den Erwerb von Kontingenten ihre Produktion ausdehnen. Produzenten, die bei der Milch keine Perspektiven mehr sahen, konnten mit dem Erlös aus dem Kontingentsverkauf einen neuen Betriebszweig aufbauen oder Schulden tilgen.
Abbildung 38 Entwicklung der Anzahl Produzenten
Talgebiet
30'000 5.0
Berggebiet
Abnahmerate Talgebiet
Abnahmerate Berggebiet
24'000 4.0
18'000 3.0
12'000 2.0
6'000 1.0
0 0.0
1991/92 1995/96 1999/00 2003/04
Quelle: BLW
Die Summe der an die Ganzjahres- und der Sömmerungsbetriebe verteilten Kontingente blieb seit Einführung des Kontingentshandels nahezu konstant. In der Kontingentierungsperiode 2003/04 erreichten die Grundkontingente inklusive der Zusatzkontingente einen Wert von 3,15 Millionen Tonnen.
Wegen der grossen Anzahl Produzenten, welche die Vermarktung von Milch einstellten, erhöhte sich das durchschnittliche Kontingent seit dem Milchjahr 1991/92 um rund 31 000 kg und erreichte 2003/04 einen Wert von rund 92 000 Kilogramm. Im Talgebiet fiel die Erhöhung mit 40 000 Kilogramm markanter aus und führte zu einem Durchschnittskontingent von rund 110 000 Kilogramm. Im Berggebiet stieg das durchschnittliche Kontingent im gleichen Zeitraum um 20 000 auf rund 68 500 Kilogramm.
Erwartungsgemäss waren es kleinere Betriebe, die die Milchproduktion eingestellt haben (Tabelle 32). Der Anteil der Betriebe mit einer Jahresproduktion von mehr als 100 000 Kilogramm nahm dagegen um rund 6 000 Einheiten zu. Heute verfügen aber immer noch fast zwei Drittel der Produzenten über ein Kontingent von weniger als 100 000 Kilogramm.