Rapporto sui risultati

Consultazione 2014/85: Revisione parziale dell'Ordinanza sull'assicurazione malattie (OAMal) e dell'Ordinanza sulle prestazioni dell'assicurazione obbligatoria delle cure medico-sanitarie (OPre) · 148 pagine

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Hinweise, Kritiken, Vorschläge, Anträge Verfasser Observations, critiques, suggestions, propositions Auteurs Osservazioni, critiche, suggerimenti, proposte Autori

kungen nicht erreicht wird. Das Gegenteil könnte der Fall sein, da die abgebenden Apo-

theker und Ärzte trotz LOA und TARMED auch über einen Prozentanteil am Fabrikab-

gabepreis abgegolten werden. Somit muss die Abgeltung der abgebenden Stellen so-

weit als möglich vom Fabrikabgabepreis losgelöst werden und es müssen mehr Positiv-

anreize zur effizienzfördernden Ausgestaltung der Prozesse und Abläufe geschaffen

werden.

Das muss über Anpassungen der Anreize via Vertriebsanteil und eine zumindest teil-

weise Loslösung vom FAP korrigiert werden und könnte - in Anlehnung an die Regelung

in den Niederlanden - dadurch erreicht werden, dass die abgebende Stelle am Substitu-

tionsertrag, also an der durch die Substitution erreichten Einsparung, beteiligt wird. Fer-

ner müsste die massive Abskalierung der Fixmarge bei einem Preis unter CHF 15.- ge-

dämpft werden.

Zusammenfassend ersuchen wir Sie deshalb, die vorgelegten Verordnungsänderungen

zu annullieren und die umgehende Erarbeitung eines umfassenden Konzeptes zum

Thema Medikamente in die Wege zu leiten, wobei nicht nur reinen Aspekten rund um

den Fabrikabgabepreis Beachtung zu schenken ist, sondern allen Faktoren im Zusam-

menhang mit dem raschen und unbürokratischen Zugang zu nützlichen Innovationen,

Patientensicherheit, Versorgungssicherheit, Bezahlbarkeit, Nachhaltigkeit, Transparenz

und dem Erhalt eines volkswirtschaftlich relevanten Pharmastandortes.

Die GDK begrüsst das Ziel der Preisstabilisierung im Medikamentenbereich. In der Vor- Schweizerilage sind diejenigen Elemente enthalten, welche schon seit geraumer Zeit in Diskussion sche Konfestehen, um der Preisbildung einen verbindlicheren Rahmen zu geben. Die Erweiterung renz der des Länderkorbs ist sicher richtig, auch wenn die Vergleichbarkeit der Interessenlagen Gesund- und der Gesundheitssysteme nicht in allen „neuen“ Ländern voll gegeben ist. heitsdirek-

torinnen Neu wird auch eingeführt, dass der Auslandspreisvergleich die Oberlimite (mit seltenen und -direk-Ausnahmen) darstellen soll und der TQV höchstens darunter modellierend wirken kann. toren Bisher wurde der therapeutische Quervergleich (TQV) und der Auslandpreisvergleich (GDK) (APV) eher im Verhältnis 1:1 gewichtet, was bedeutete, dass der APV auch überschrit-

ten werden konnte.

Zudem werden obligatorische Rabatte, wie sie z.B. in Deutschland gelten, automatisch

abgezogen, was die Preise noch weiter drückt. Eine langjährige Forderung, dass näm-

lich die Kosten für Forschung und Entwicklung adäquat einbezogen werden sollen, in-

dem ein Innovationszuschlag gewährt werden soll, wird sehr relativiert und offen gelas-

sen, wie hoch er sein soll. Es ist davon auszugehen, dass er kaum höher sein wird, als

bisher.

Sinnvoll sind die Gruppenüberprüfungen anhand des so genannten Index Therapeuti-

cus (IT). Das BAG wird entsprechend alle Originalpräparate samt ihren Generika und

Co-Marketing-Arzneimitteln entsprechend ihrer Zugehörigkeit zu einer IT-Gruppe in drei

Gruppen einteilen, wobei jährlich wie bisher ca. ein Drittel der in der SL aufgeführten

Arzneimittelpreise überprüft werden.

Beim neuen Wechselkurssystem, welches das EDI festlegen wird, ist davon auszuge-

hen, dass eine Toleranzmarge hier wegfällt. Dies ist als problematisch zu beurteilen.

Fazit

Als Fazit kann festgestellt werden, dass viele Reduktionen und preisliche Einschränkun-

gen auf die Industrie zukommen werden. Die GDK fordert den Bundesrat auf, diese

noch genauer zu quantifizieren und die absehbaren Auswirkungen auf die Teilmassnah-

men einzeln aufzuführen. Angenommen, es ergibt sich durch die Massnahmen eine Re-

duktion von rund 10 Prozent der Medikamentenkosten für die OKP (bei einem Anteil

von 22% der Gesamtkosten), so beträgt die Einsparung für die OKP rund 600 Mio. CHF