Rapport sur les résultats

Consultation 2014/85: Révision partielle de l'ordonnance sur l'assurance-maladie (OAMal) et l'ordonnance sur les prestations dans l'assurance obligatoire des soins en cas de maladie (OPAS) · 147 pages

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Hinweise, Kritiken, Vorschläge, Anträge Verfasser Observations, critiques, suggestions, propositions Auteurs Osservazioni, critiche, suggerimenti, proposte Autori

den Fabrikabgabepreis Beachtung zu schenken ist, sondern allen Faktoren im Zusam-

menhang mit dem raschen und unbürokratischen Zugang zu nützlichen Innovationen,

Patientensicherheit, Versorgungssicherheit, Bezahlbarkeit, Nachhaltigkeit, Transparenz

und dem Erhalt eines volkswirtschaftlich relevanten Pharmastandortes.

Die GDK begrüsst das Ziel der Preisstabilisierung im Medikamentenbereich. In der Vor- Schweizerilage sind diejenigen Elemente enthalten, welche schon seit geraumer Zeit in Diskussion sche Konfestehen, um der Preisbildung einen verbindlicheren Rahmen zu geben. Die Erweiterung renz der des Länderkorbs ist sicher richtig, auch wenn die Vergleichbarkeit der Interessenlagen Gesund- und der Gesundheitssysteme nicht in allen „neuen“ Ländern voll gegeben ist. heitsdirek-

torinnen Neu wird auch eingeführt, dass der Auslandspreisvergleich die Oberlimite (mit seltenen und - Ausnahmen) darstellen soll und der TQV höchstens darunter modellierend wirken kann. direktoren Bisher wurde der therapeutische Quervergleich (TQV) und der Auslandpreisvergleich (GDK)

(APV) eher im Verhältnis 1:1 gewichtet, was bedeutete, dass der APV auch überschrit-

ten werden konnte.

Zudem werden obligatorische Rabatte, wie sie z.B. in Deutschland gelten, automatisch

abgezogen, was die Preise noch weiter drückt. Eine langjährige Forderung, dass näm-

lich die Kosten für Forschung und Entwicklung adäquat einbezogen werden sollen, in-

dem ein Innovationszuschlag gewährt werden soll, wird sehr relativiert und offen gelas-

sen, wie hoch er sein soll. Es ist davon auszugehen, dass er kaum höher sein wird, als

bisher.

Sinnvoll sind die Gruppenüberprüfungen anhand des so genannten Index Therapeuti-

cus (IT). Das BAG wird entsprechend alle Originalpräparate samt ihren Generika und

Co-Marketing-Arzneimitteln entsprechend ihrer Zugehörigkeit zu einer IT-Gruppe in drei

Gruppen einteilen, wobei jährlich wie bisher ca. ein Drittel der in der SL aufgeführten

Arzneimittelpreise überprüft werden.

Beim neuen Wechselkurssystem, welches das EDI festlegen wird, ist davon auszuge-

hen, dass eine Toleranzmarge hier wegfällt. Dies ist als problematisch zu beurteilen.

Fazit

Als Fazit kann festgestellt werden, dass viele Reduktionen und preisliche Einschrän-

kungen auf die Industrie zukommen werden. Die GDK fordert den Bundesrat auf, diese

noch genauer zu quantifizieren und die absehbaren Auswirkungen auf die Teilmass-

nahmen einzeln aufzuführen. Angenommen, es ergibt sich durch die Massnahmen eine

Reduktion von rund 10 Prozent der Medikamentenkosten für die OKP (bei einem Anteil

von 22% der Gesamtkosten), so beträgt die Einsparung für die OKP rund 600 Mio. CHF

bzw. 2-3 Prämienprozente. Die Preise würden also beträchtlich sinken, soweit sie nicht

durch Einzelbeschwerden verhindert werden, was anzunehmen ist.

Inwieweit ein Risiko besteht, dass deshalb bei bestimmten Präparaten mit Liefereng-

pässen zu rechnen wäre (z.B. Impfungen etc.), kann heute nicht abgeschätzt werden.

Auch dürfte die Vorlage – mit regionalen Schwerpunkten – volkswirtschaftliche Neben-

wirkungen haben.

Die Schweizerische Medikamenten-Informationsstelle SMI begrüsst die Änderungen. Schweizeri-Insbesondere erachtet sie es als sehr wichtig, dass Massnahmen ergriffen werden, die sche Medizu einer Preissenkung bei den extrem teuren Medikamenten führen. kamenten-

Informati-Langfristig erachtet es die SMI als unerlässlich, dass die gesamte Spezialitätenliste onsstelle überarbeitet wird. Sie würde es deshalb begrüssen, wenn bereits heute die Rechts- (SMI)

grundlagen geschaffen werden, damit eine Überprüfung nach therapeutischen Gruppen

möglich wird. Besonderen Handlungsbedarf sieht die SMI insbesondere bei den Medi-

kamenten gegen schwere Erkrankungen wie Krebs, MS, Rheuma, Parkinson, Alzhei-

mer.