Ergebnisbericht

Vernehmlassung 2001/19: Strafprozessordnung · 108 Seiten

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oder statt der Verteidigungsrechte der Beschuldigten seien die Persˆnlichkeitsrechte der Beteiligten zu ber¸cksichtigen164. Bei Abs. 5 bef¸rworten die meisten Vernehmlasser den Alternativvorschlag der Expertenkommission OHG (erg‰nzen: Ñ... Identit‰t des Opfers (Art. 124a) oder Informationen, die eine Identifizierung erlauben, ..., oder wenn das Opfer oder seine hinterbliebenen Angehˆrigen dem zustimmen.ì).165 Bei Art. 80 wird angeregt, den Passus Ñ... oder bei einer ˆffentlichen Gerichtsverhandlung offenbarte ...ì zu streichen.166 Zur Mˆglichkeit der Mitteilung an andere Behˆrden (Art. 82 Abs. 4) wird bemerkt, diese Mˆglichkeit sei auszudehnen, zwingend vorzusehen bzw. im Gesetz konkreter zu umschreiben.167

Zum Abschnitt ¸ber die Protokollierung (Art. 83-90), in dem zum Teil die hohe Regelungsdichte kritisiert wird168, finden sich im Grossen und Ganzen nur punktuelle Bemerkungen zu den vorgeschlagenen Regelungen. Kritisiert werden:

 in Art. 83 Abs. 3 und 4 die zu weite Umschreibung der Verantwortung f¸r die

Protokollf¸hrung169,

 in Art. 85 Abs. 2 die Pflicht, wesentliche Aussagen soweit mˆglich in der Origi-

nalsprache zu protokollieren170,

 in Art. 86 Abs. 1 die mangelnde Klarheit der Begriffe Ñautomatisierte Datenver-

arbeitungì und Ñandere technische Hilfsmittelì171 sowie das Fehlen der Mˆglichkeit von Videoaufzeichnungen172,

 in Art. 86 Abs. 4 die fehlende Mˆglichkeit der einvernommenen Person, selbst

handschriftliche Korrekturen anzubringen (mit Visum)173,

 in Art. 88 die Regelung als solche, die gestrichen174; oder im Gegenteil ausge-

dehnt werden sollte175,

 in Art. 89 Abs. 1 die 10-t‰gige Frist176, in Abs. 2 die Mˆglichkeit der Verfahrens-

leitung, Berichtigungen von sich aus anzuordnen177 und in Abs. 3 die Regelung der Entscheidkompetenz178.

Im Abschnitt ¸ber die Entscheide (Art. 91-95) stehen die Artikel 92 und 93 im Vordergrund des Interesses. Zu Art. 92 Abs. 2 lit. a wird bemerkt, die Einleitung m¸sse auch die mitwirkenden Gerichtssekret‰re erw‰hnen179, und in lit. d sei die Anklage-

164 BL, BE, SG, SZ (Persˆnlichkeitsrechte der Beschuldigten), SVB. 165 BL, ZH, CVP (mit der zus‰tzlichen Bemerkung, dass Ordnungsbusse unzureichend), COROLA, DJS, EKF, Wyss et al., HEV, KKSD, SKGb. F¸r die Fassung des Vorentwurfs: Stapo BE, SRG. 166 BL, LU, ZH, DSB, EDSB (teilweise mit Hinweis auf BGE 127 IV 122). 167 SZ, VSP bzw. SAV. 168 BL, GR, SZ, LPS. Vgl. auch oben Ziff. 4.1. 169 Verfahrensleitung sollte ausgenommen sein: AG, BL, LU. 170 Nicht praktikabel: BL, LU, SZ, TI, TG, VD, ZG (nur, wenn Landessprache), ZH (nur einzelne strittige Ausdr¸cke oder Passagen), LPS, CAPP, StA GE, Avocats GE, SKG, SSV. 171 BL, LU, DSB, EDSB. 172 SO, TG, KKPKS, VSPB. 173 BL, SO, TG, KKPKS, VSPB. 174 Avocats GE, SKG. 175 ZH, Uni ZH. 176 Berichtigung ist unverz¸glich zu verlangen: BL, BE, LU, SZ, SO, SG, TG, BAP, KKPKS, SVSP, TCS, VSPB. Nach sp‰testens 3 Tagen: AG. 177 Avocats GE, SKG. 178 Streichen: BL, LU. F¸r Zust‰ndigkeit der Instanz, die Protokoll verfasst hat: BE (mit Mˆglichkeit der Beschwerde an Beschwerdeinstanz), ZH, SPV. 179 ZH, Uni ZH.