Ergebnisbericht

Vernehmlassung 2001/19: Strafprozessordnung · 108 Seiten

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rechte einzuschr‰nken, wenn sie den geordneten Ablauf des Verfahrens und die Wahrheitsfindung gef‰hrden228, und die Mˆglichkeit vorzusehen, ein Rechtsmittel gegen eine derartige Einschr‰nkung einzulegen229. Zudem wird gew¸nscht, dass die Verteidigung nie mehr weiss als ihr Klient (Abs. 4)230, und es wird nicht verstanden, in welchem Ausmass Abs. 5 die Wiederholung bestimmter Verfahrenshandlungen erfordert231.

Was schliesslich die Verfahrenshandlungen der Parteien anbelangt, wird neben einigen formellen Bemerkungen zu Art. 119 Abs. 4 das fehlende Rekursrecht und die Mˆglichkeit kritisiert, erst im Rahmen des Endentscheids ¸ber Antr‰ge zu entscheiden232. Art. 120 wird kritisiert, weil es nicht zul‰ssig sei, in einem definitionsgem‰ss ˆffentlichen Verfahren private Verfahrenshandlungen zu gestatten (Abs. 1)233, weil der Begriff "Fernschrift" nicht klar sei, bei fernschriftlich ¸bermittelten Eingaben keine Sicherheit bez¸glich der Echtheit bestehe und das m¸ndliche Diktieren von Eingaben f¸r das Protokoll nicht praktikabel erscheine (Abs. 2)234, und schliesslich weil die Formerfordernisse von Abs. 3 auch f¸r nichtschriftliche Eingaben gelten m¸ssten und die Einreichung der Eingaben im Doppel nicht notwendig erscheine235.

7.2 2. Kapitel: Beschuldigte (Art. 121-123; Fragenkatalog Ziff. 2.1)

Auf die Frage, ob f¸r die Angeschuldigten in allen Stufen des Verfahrens der Begriff "Beschuldigte" angemessen sei, gingen folgenden Antworten ein:

 F¸r die Verwendung eines einheitlichen Begriffs: 39 Vernehmlassungsteilneh-

mer236;

 Gegen die Verwendung eines einheitlichen Begriffs: 7 Vernehmlassungsteilneh-

mer237;

 Mit Vorbehalten: 4 Vernehmlassungsteilnehmer238.

Eine Mehrheit der Vernehmlassungsteilnehmer erachtet somit die Verwendung einer einheitlichen Bezeichnung als sinnvoll. Nach Ansicht anderer ist dieser Entscheid bedauerlich, da es so nicht mˆglich sei, allein anhand der Bezeichnung der betreffenden Person zu bestimmen, in welcher Phase des Verfahrens man sich befinde.

227 DJS, Avocats GE. 228 BL, GR, SO, SG, SAV, Uni SG. 229 GPS. 230 BE, TI, CAPP, StA GE. 231 ZH. 232 BE, SP, DJS, EKF, Avocats GE, SKG, SAV, Uni SG. 233 BE, Avocats GE. 234 BE, LU, SZ, SG, CVP, GPS, SKG, TCS. 235 BE, SG, ZG. 236 AG, AR, AI, BS, BE, GL, JU, LU, NE, NW, OW, SH, SZ, SO, SG, TG, UR, VD, VS, ZG, ZH, CSP, CVP, FDP, LPS, SP, AJP, DJS, SKG, KSBS, StA AG, Neustart, Police VD, Police Lausanne, Stapo BE, Stapo SG, Uni SG, Uni Lausanne, SPV. 237 FR, TI, GPS, Avocats GE, KKPKS, STS, SVB. 238 BL, GE, GR, TI. Die verschiedenen Vorbehalte beziehen sich in erster Linie auf die Bezeichnung der "Beschuldigten" w‰hrend der polizeilichen Ermittlungen (d.h. vor der formellen Erˆffnung eines Verfahrens), da in dieser Phase die Bezeichnung "Verd‰chtige" angemessener erscheine (BL, GR, TI, KKPKS, STS).