Ergebnisbericht
Vernehmlassung 2001/19: Strafprozessordnung · 108 Seiten
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Dauer des Verfahrens sei nicht gerechtfertigt267. Schliesslich wird die Frage gestellt, wie das Gericht die Bef‰higung der in Abs. 5 vorgesehenen Vertretungen ¸berpr¸fen kˆnne, die keine Anw‰lte seien268, und es wird vorgeschlagen, die Verpflichtung zu einer den Anw‰lten vorbehaltenen Vertretung auf das Opfer auszudehnen (Abs. 6)269.
Die notwendige Verteidigung (Art. 136) gab im Vernehmlassungsverfahren zu zahlreichen Bemerkungen Anlass. Auf die Frage, ob es sinnvoll sei, aus den in Art. 136 erw‰hnten Gr¸nden eine notwendige Verteidigung anzuordnen, gingen unterschiedliche Anworten ein270. Unter anderem wurden die folgenden Vorbehalte angebracht: Die Unterscheidung und die Zusammenh‰nge zwischen der notwendigen Verteidigung (Art. 136) und der amtlichen Verteidigung (Art. 138) schienen nicht klar geregelt zu sein271; die in lit. a angegebenen Fristen erscheinen einigen als zu kurz (siehe n‰chster Absatz); in lit. b m¸sse klar angegeben werden, dass es sich um eine unbedingte Freiheitsstrafe handle272; die Altersgrenze in lit. c m¸sse aufgehoben werden273, Bagatellverstˆsse m¸ssten ausgeschlossen werden274, und die Bedingungen m¸ssten alternativ, nicht kumulativ sein275. Einige sind der Auffassung, lit. d m¸sse gestrichen werden, da sonst das Auftreten der Staatsanwaltschaft ¸berbewertet werde276, w‰hrend andere die Ansicht vertreten, hierbei handle es sich um eine begr¸- ssenswerte Neuerung277. Einige ziehen einen zus‰tzlichen Grund f¸r die notwendige Verteidigung in Betracht, falls dies im Interesse der Beschuldigten notwendig sei278 oder falls dieser nicht f‰hig sei, zu lesen oder die Sprache des Gerichts zu verstehen279.
Die Variante "f¸nf Tage" in Art. 136 lit. a wurde in sieben Stellungnahmen bef¸rwortet280, w‰hrend die Variante "zehn Tage" bei zwˆlf Vernehmlassungsteilnehmern auf Zustimmung stiess281. Bez¸glich dieser Frist haben zudem mehrere Vernehmlassungsteilnehmer weitere Vorschl‰ge eingereicht282. Dasselbe gilt ¸brigens f¸r die Dauer der Strafe, die in Art 136 lit. b283 verlangt wird.
267 Avocats GE, SKG, SAV. 268 ZG. 269 BL, Nottelefon, DJS, EKF, Wyss et al., KKSD, SKGb. 270 Pro: AG, AR, AI, BE, FR, GE, GL, GR, JU, OW, SH, SZ, ZG, ZH, CSP, CVP, FDP, SwissBanking, Avocats GE, Neustart, KKPKS, Uni Lausanne.- Contra: BL, BS, SG, TG, UR, VD, VS, GPS, LPS, SKG, SAV, CAPP, StA AG, Stapo SG, SP.- Mit Vorbehalten: LU, NE, SZ, TI, SP, AJP, DJS, KSBS, Police VD, Police Lausanne, Stapo BE, Uni SG, STS. 271 BL, BS, BE, FR, SG, ZH, CVP, GPS. 272 BL, TG, UR. 273 BL, BE, LU, SG, TG, UR, VD, CVP, LPS, StA AG, VBJAZ. 274 SG, TG. 275 SP, AJP. 276 BL, BS, SZ, VS, Stapo SG, Stapo ZH, VBJAZ. 277 NE. 278 LU, CVP, SAV, VBJAZ. 279 SP, AJP, DJS. 280 GE, GL, TI, ZG, CSP, Avocats GE, Neustart. 281 AG, AR, AI, BS, BE, OW, SZ, FDP, CAPP, KSBS, StA AG, KKPKS. 282 SVB: ab Beginn der Haft; SAV: nach einigen Stunden Haft; VBJAZ: 10 bis 14 Tage; VS, Stapo SG, Stapo ZH: 14 Tage; VD: 15 Tage; SO: zwei bis drei Wochen; BL: acht Wochen; LU, NW, Police VD, Police Lausanne, Stapo BE: ein Monat; BE: amtliche Verteidigung nach f¸nf Tagen und notwendige Verteidigung nach 20 Tagen; LPS: mehrere Monate; FR, TG: Buchstabe a streichen; GR erachtet die Frist von zehn Tagen als zu kurz; UR: zwischen den Zwangsmassnahmen und der eigentlichen Verteidigung unterscheiden. 283 GPS: sechs oder drei Monate; BS: 24 oder 18 Monate; LPS: zwei Jahre; VD: keine feste Grenze.