Ergebnisbericht
Vernehmlassung 2001/19: Strafprozessordnung · 108 Seiten
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erstinstanzlichen Gericht (Art. 417) das Kriterium der ÑG¸ltigkeit des Strafbefehlsì (Abs. 2 und 3) in Frage gestellt.764
13.6 6. Kapitel: ‹bertretungsstrafverfahren (Art. 418-426; Fragenkatalog Ziff. 8.6)
Die vorgesehene Regelung des ‹bertretungsstrafverfahrens wird von der Mehrheit der Vernehmlasser grunds‰tzlich bef¸rwortet.765 Eine Minderheit h‰lt dieses Kapitel dagegen f¸r ¸berfl¸ssig und schl‰gt stattdessen vor, auf ‹bertretungen das Strafbefehlsverfahren anzuwenden und Sonderbestimmungen f¸r ‹bertretungen an geeigneter Stelle einzuf¸gen.766 Einige Vernehmlasser schlagen eine prinzipiell andere Regelung vor.767 Weiter wird die vorgesehene Regelung teils als zu kompliziert und unklar angesehen.768
Zu einzelnen Bestimmungen werden ƒnderungsvorschl‰ge ge‰ussert. Zun‰chst fordern einige Vernehmlasser die Mˆglichkeit der Behandlung von Zivilklagen (entgegen Art. 418 Abs. 3).769 Weiter findet sich Kritik an der Regelung der Zwangsmassnahmen (Art. 420 und 421).770 Beim Einspracheverfahren (Art. 423 und 424) fordern einige Vernehmlasser, der Fall m¸sse direkt an das Gericht ¸berwiesen werden771; andere fordern eine Beschr‰nkung des Einspracherechts der Privatkl‰gerschaft und der Ñweiteren betroffenen Personenì772. Kontrovers wird die Regelung bez¸glich unentschuldigtem Fernbleiben (Art. 424 Abs. 2) beurteilt.773 Weiter wird teils der Verzicht auf das Akkusationsprinzip (Art. 425 Abs. 2) abgelehnt.774 Schliesslich wird gefordert, das erstinstanzliche Gericht habe endg¸ltig zu entscheiden.775
764
Begriff sei unklar: BL, TG, GPS, StA AG, StA GE; Gericht solle bei Ung¸ltigkeit gleich selber entscheiden: SG.
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AG, BL, FR, GE, GL, GR, JU, NE, SH, SZ, TG, VS, ZH, CSP, CVP, GPS, SP, AJP, DJS, Avocats GE, SAV, CAPP, StA AG, Neustart, Police VD, Police Lausanne, Stapo BE, Stapo SG, Uni SG, Intervention, STS.
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AR, AI, BS, BE, LU, NW, OW, SO, ZG, FDP, SKG, KSBS, KKPKS.
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SG: Mˆglichkeit des Erlasses von Bussenverf¸gungen im Vorverfahren anstelle eines zus‰tzlichen Verfahrens; VD: Schaffung eines einfachen Verwaltungsverfahrens f¸r ‹bertretungen, ausserdem Mˆglichkeit der Anwendung des ordentlichen Verfahrens (etwa bei allf‰lliger Freiheitsstrafe); FR: Regelungen gehˆren teils in kantonale Polizeigesetze.
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SG, TI, VD, GPS, LPS.
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AJP, DJS (soweit es sich um Straftaten gegen die kˆrperliche, psychische oder sexuelle Integrit‰t handelt und die Zivilklage spruchreif ist), dito EKF, Wyss et al., SKGb.
770
Art. 421 Abs. 1 lit. b exzessiv: FR, Avocats GE, SAV; Festnahme f¸r 24 Stunden (Art. 421 Abs. 4) exzessiv: TI (ohne Intervention einer Magistratsperson unhaltbar), SAV; Festnahme nur in Ausnahmef‰llen: CVP, ‰hnlich FR; Art. 420 Abs. 2 zu weitgehend: Avocats GE; Festnahme (bei Art. 421 Abs. 1 lit. a) nur, wenn die Identit‰t nicht vor Ort festgestellt werden kann: AJP; Art. 421 Abs. 3 gehˆrt nicht in StPO: SZ.
771
TI, VD, AJP, DJS, Police VD, Police Lausanne.
772
BL, StA GE; vgl. Bemerkungen zur entsprechenden Regelung im Strafbefehlsverfahren (Art. 415). 773
Einmaliges Fernbleiben soll als R¸ckzug gelten: BL, JU; Widerspruch zum Recht des Beschuldigten zu schweigen: AJP, DJS; stets Eintreten trotz Fernbleiben: SP.
774
AJP, DJS.
775
SH (Gefahr der Verj‰hrung, da Rechtsmittel aufschiebende Wirkung hat).