Ergebnisbericht
Vernehmlassung 2001/19: Strafprozessordnung · 108 Seiten
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der Beschwerdebehˆrden (Art. 464). Im Einzelnen wird wie folgt Stellung genommen:
Die Regelung der anfechtbaren Verfahrenshandlungen (Art. 462, dazu Fragenkatalog Ziff. 9.3), wird von einer Mehrheit (22)797 bef¸rwortet. Dagegen wird von 10 Vernehmlassern798 eine Beschr‰nkung der Kognition vorgeschlagen, insbesondere bei Beschwerden gegen verfahrensleitende Verf¸gungen. Sieben Vernehmlasser799 w¸nschen eine teilweise Ausweitung der Kognition (auf Kontrolle der Angemessenheit) und des Katalogs. Kontrovers beurteilt wird auch der Ausschluss der Beschwerde (Art. 463).800 Bei den Beschwerdebehˆrden (Art. 464) wird die Aufteilung der Zust‰ndigkeit auf das Zwangsmassnahmengericht und die Beschwerdeinstanz von 16 Vernehmlassern801 bef¸rwortet, von 18 dagegen generell oder in der vorgeschlagenen Form abgelehnt802. Die Ablehung wird mehrheitlich803 damit begr¸ndet, dass das Zwangsmassnahmengericht nicht die geeignete Instanz sei (sondern die Beschwerdeinstanz).
14.3 3. Kapitel: Berufung (Art. 467-478; Fragenkatalog Ziff. 9.4)
Die im VE getroffene Regelung der Berufung (Art. 467) findet grunds‰tzlich breite Zustimmung. Deutliche Kritik wird jedoch an der vorgesehenen Frist von 10 Tagen f¸r die Einreichung der Berufungserkl‰rung (Art. 468) ge‰ussert; diese wird als unangemessen kurz angesehen. Spezifisch finden sich die folgenden Bemerkungen:
Im Abschnitt ÑAllgemeinesì (Art. 467-470) wird bez¸glich Gegenstand und Zul‰ssigkeit (Art. 467) die umfassende ‹berpr¸fung durch das Berufungsgericht fast einhellig bef¸rwortet804, ebenso die Einschr‰nkung der Kognition bei ‹bertretungen (Abs. 4). Einige Vernehmlasser ‰ussern sich kritisch zu der Einschr‰nkung bez¸glich des am Gerichtsstand anwendbaren Zivilprozessrechts (Abs. 5).805 Bei der Anmeldung der Berufung und Berufungserkl‰rung (Art. 468) wird vielfach die Frist zur Einreichung der (begr¸ndeten) Berufungserkl‰rung kritisiert806, diese sei auf 20 oder 30 Tage zu verl‰ngern (siehe auch Bemerkungen zu Art. 454). Weiter wird das zweigeteilte Verfahren bei der Einlegung der Berufung (Abs. 1 bis 3) teils als nicht zweckm‰ssig angesehen.807 Auch bei der Bestimmung ¸ber die Vorpr¸fung und Anschlussberufung (Art. 469) wird teils eine Verl‰ngerung der Frist auf 30 Tage f¸r die
797 FR, GE, GL, JU, LU, NW, OW, SZ, TI, TG, ZG, ZH, CSP, CVP, FDP, GPS, LPS, SwissBanking, Avocats GE, Stapo BE, Stapo SG, STS. 798 AG, AI, BE, BL, BS, SG, VD, SKG, KSBS, StA AG. 799 AR, BS, SH, AJP, SAV, Uni SG. Offenere Formulierung, die bloss die Ausnahmen vom Grundsatz der Anfechtbarkeit auflistet: NE. 800 Ausschluss der Beschwerde gegen die Ablehnung der Beweisantr‰ge (Abs. 1 lit. a) streichen: DJS, Wyss et al., Avocats GE, SAV, Uni SG; Ausschluss der Beschwerde gegen verfahrensleitende Entscheide (Abs. 1 lit. b) generell auf gerichtliche Verfahren ausdehnen: BL, BE, VD. 801 BL, FR, GE, JU, TI, TG, ZH, CSP, CVP, FDP, GPS, SwissBanking, Avocats GE, Stapo BE, Stapo SG, STS. 802 AG, AR, AI, BS, GL, GR, NE, OW; SH, SZ, SO, SG, ZG, AJP, DJS, SKG, KSBS, StA AG. 803 AG, AI, BS, NE, OW, SH, SZ, SO, KSBS, StA AG. 804 Einschr‰nkend: VD, Oger ZH, Stapo SG; Berufungsgericht darf nicht in das Ermessen der Vorinstanz eingreifen, da ihm die Eindr¸cke der unmittelbaren Beweisabnahme fehlen: Oger ZH. 805 Ablehnung in Hinblick auf die angestrebte Vereinheitlichung: SG, DJS, Wyss et al.. 806 AG, BL, BE, FR, GE, GR, NE, SO, TI, CVP, LPS, SP, SwissBanking, AJP, Avocats GE, DJS, Wyss et al., SKG, SAV, KSBS, StA AG, Uni SG, Uni ZH, STS, SPV. 807 AG, GR, SG, CVP.