Ergebnisbericht
Vernehmlassung 2003/205: Verordnungspaket zum neuen Chemikalienrecht · 99 Seiten
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dass mit einer angemessenen Übergangsfrist und Entschädigungszahlungen Härtefälle für die betroffenen Betriebe vermieden werden sollen. ZH [72] will, dass nur PSM, deren Unbedenklichkeit im Einzelfall nachgewiesen ist, in engeren Schutzzonen zugelassen werden. TG [23], OW [14], LU [66], GR [99], SZ [101], AI [117], AR [120], FR [126], SO [171], GL I47Isowie GSG [71], SBB [145] und UK [172] beantragen, die Einschränkung der Verwendung von Pflanzenschutzmitteln in Grundwasserschutzzonen in der ChemRRV zu regeln. TI [118] möchte das Verbot gar auf die S3 erweitern.
Der Vollständigkeit halber werden zu diesem Punkt auch die Stellungnahmen erwähnt, die nicht im Rahmen der Vernehmlassung zu den PARCHEM-Verordnungsentwürfen, sondern im Rahmen der Vernehmlassung zum Entwurf der Pflanzenschutzmittelverordnung erfolgt sind: Ein generelles Verbot der Verwendung von PSM in der Zone S2 fordern SH, BS, Gesundheitsdirektion ZG, Bundesamt für Wasser und Geologie, Grüne Partei Schweiz, Verband der Kantonschemiker Schweiz, EAWAG, Schweizerische Gesellschaft für Hydrogeologie, Greenpeace und Stiftung für Konsumentenschutz. Letztere möchte das Verbot in der ChemRRV regeln. SH will, dass für gewisse ausgewiesene Spezialfälle (z.B. historisch wichtige Rebanlagen) Ausnahmeregelungen möglich sind.
Abs. 1 Bst.f
OW [14], SZ [101], AI [117], AR [120], UK [172], BD ZH [119], SO [171], TI [118], BUW LU [139], ZG I46I und GSG I71I begrüssen den Transfer der Bestimmungen von der Waldverordnung in die ChemRRV sowie die Ausdehnung des Verwendungsverbotes im Wald von S2 auf die ganze Schutzzone.
BUW LU [139] begrüsst auch explizit das Anwendungsverbot in einem Streifen von drei Metern entlang der Bestockung und beantragt, dass das grundsätzliche Verbot der Anwendung vor Unkrautvertilgungsmitteln im Wald hier explizit erwähnt werden sollte. BL I36I möchte eine eingehende Überprüfung des Verwendungsverbotes in der ganzen Zone S im Wald. Dabei sei insbesondere die gezielte Behandlung von temporär dezentral gelagerten Holzpoltern im Wald in die Beurteilung einzubeziehen. AG I73I beantragt, dass " im Wald inkl. Waldsaum" anstelle von "sowie in einem Streifen von drei Metern Breite entlang der Bestockung" geschrieben wird. BS [166] erachtet die Ausdehnung des Verbotes auf S3 als nicht sinnvoll.
Abs. 2
NE I74I möchte, dass es "croissance végétal" heisst. Ansonsten sei unklar, ob Algizide auch miteingeschlossen sind. AI [117] beantragt eine Überbarbeitung, so dass die Regelung sprachlich und inhaltlich einen Sinn ergibt. BL I36I, LU I66I, GSG I71I, SZ [101], BD ZH [119], AR [120], SO [171], UK [172] und TI [118] beantragen, das Verbot auf Gegenstände auszudehnen, die Herbizide freisetzen.
Abs. 4
KPSD [3], LBBZ GR [10], LWA SH [11], LBBZ TG [20], SwissTabac I33I, AgorA I39I, LBBZ ZG I55I, SGCI I56I, ecosuisse I60I, swissgranum I67I, BUL [87], SVLT [92], BE [107], SBV [113], NW [173], TBV [130], SOV [144], SH [22], BD ZH [119], LWBVD I78I, Prométerre [31], VSGP [86], VD [114], GE [122], IFELV [137], JU [168] und FR [126] möchten die Beschränkung der Verwendung eines Pflanzenschutzmittels dahingehend präzisieren, dass der Grenzwert wiederholt oder andauernd überschritten werden muss, da mit der jetzigen Formulierung der Toleranzwert auf 0,0 reduziert werde, was im Widerspruch zur GSchV steht.
Ziff. 12
KPSD [3], LBBZ GR [10], SH [11, 22], TG [20], Prométerre [31], SwissTabac I33I, AgorA I39I, LBBZ ZG I55I, swissgranum I67I, AG I73I, BE [107], VS [109], VD [114], GE [122], NW [173], TBV [130], IFELV [137], JU [168], SO [171], TI [118], LWBVD I78I und ZH [119] möchten den Begriff "Einzelstockbehandlungen" durch "Nesterbehandlungen" ersetzen. SGCI I56I, ecosuisse I60I, VSGP [86], BUL [87], SVLT [92], SBV [113], FR [126] und SOV [144] beantragen, den Begriff durch „Einzelstock- und Nesterbehandlungen“ zu ersetzen. SBB [145] möchte den Begriff "Einzelstock" durch "Einzelpflanze" ersetzen.
Abs. 1
OW [14], SZ [101], AI [117], AR [120], UK [172], BL I36I, GSG I71I, FR [126] und SO [171] finden die Definition von Vorratsschutzmitteln als Pflanzenschutzmittel ungeeignet und beantragen, dass die Bestimmungen für Vorratsschutzmittel separat erfasst werden. GL I47I und AI [117] möchten den Begriff Vorratsschutzmittel ersetzen durch:"Pflanzenschutzmittel; die dazu bestimmt sind, Erntegüter in geschlossenen Anlagen oder Gebäuden zu konservieren."
Abs. 2
KPSD [3], LBBZ GR [10], SH [11, 22], TG [20], LBBZ ZG I55I, BE [107], NW [173], TBV [130], JU [168] und SO [171] beantragen, dass von den Verboten nach Ziff. 11 Abs. 1 Bst c und f Nesterbehandlungen von Problempflanzen im angrenzenden Krautstreifen ausgenommen sind, sofern sie nicht anders bekämpft werden können. Krautstreifen entlang von Wäldern seien denen entlang von Hecken gleichzustellen. In beiden Fällen soll die Ausnahme jedoch nicht für bestockte Flächen gelten. LWBVD I78I und BD ZH [119] möchten, dass auch im 3 m breiten Streifen entlang von Waldrändern die Nesterbehandlung gegen Problempflanzen gestattet ist.