Erläuternder Bericht

Vernehmlassung 2004/100: Gesetzgebungsvorlage für den Güterverkehr · 169 Seiten

Fedlex · Erläuternder Bericht · Seite 51Fedlex · Erläuternder Bericht

Vernehmlassung der Gesetzgebungsvorlage für den Güterverkehr Seite 51 von 169

Verlagerungsmassnahmen (finanzielle Förderung, Produktivitätsfortschritte) zeigt für die kommenden Jahre bis 2015 (Eröffnung des Gotthard-Basistunnels) eine Entwicklung entsprechend der nachfolgenden Abbildung. Diese Abschätzung basiert auf den aktuellen Prognosen des UVEK für die Entwicklung des Güterverkehrs bis 2030 und zieht aus diesen Perspektiven spezifische Schlüsse für den alpenquerenden Güterverkehr im Rahmen verschiedener Umfeld- und Verlagerungsszenarien. Es handelt sich dabei um Bandbreiten, innerhalb welcher eine alpenquerende Verkehrsmengentwicklung zu erwarten ist.

Der pessimistischsten (oberste) Kurve liegt dabei ein Umfeldszenario "Stagnation und schwache Bahn" zugrunde, bei welchem den Bahnen der Durchbruch in Europa nicht gelingt. Die optimistischste (unterste) Kurve geht von einem Verlagerungsszenario mit günstigen Umfeldentwicklungen und zusätzlichen (frühzeitigen) Massnahmen aus.

Verlagerungsszenario2009

Alpenquerende

SGF Fahrten

1'500 Effektive Entwicklung 1990-2004

1'400 1'300

Bandbreite

1'200 Umfeld-

szenarien

1'100 1'000 900

Bandbreite

800 Verlagerungs-

szenarien

Verlagerungsziel700

650’000 SGF

600

1990 1995 2000 2005 2010 20152020

Oberste Kurve 'Bandbreite Umfeldszenarien': Stagnation und schwache Bahn

Unterste Kurve 'Bandbreite Verlagerungsszenarien': Günstige Umfeldentwicklung und zusätzliche

(frühzeitige) Verlagerungsmassnahmen

Bei der Ermittlung der Fahrtenzahl wird einerseits in jedem Szenario von einer Fortsetzung der bisherigen verlagerungswirksamen Massnahmen ausgegangen. Die absolute Obergrenze der erwarteten Fahrtenentwicklung stellt in der Abbildung die obere Linie der Bandbreite Umfeldszenarien dar. Andererseits kann mit der Illustration verschiedener Verlagerungsszenarien auch die Umsetzung neuer Massnahmen und deren Auswirkung auf die Fahrtenzahl abgebildet werden. Die absolute Untergrenze entspricht der unteren Begrenzungslinie der dargestellten Bandbreite der Verlagerungsszenarien.

In qualitativer Hinsicht ist folgende mit den Umfeldszenarien verbundene Entwicklung absehbar: Für die Jahre 2006 und 2007 ist mit einer Stagnation der Fahrzeugzahlen zu rech-

30 Für 2004 und 2005 liegen noch keine Analysen vor.