Ergebnisbericht
Vernehmlassung 2005/44: Revision des Aktien- und Rechnungslegungsrechts im Obligationenrecht · 40 Seiten
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likumsgesellschaften], SNV, STV [für Publikumsgesellschaften], Swissmem, VSEI [für Publikumsgesellschaften], BZ, Basler Chemie, Bär & Karrer, Böckli, Tettamanti). Verworfen wird der Vorschlag von: LPS, SVP, UNI BE, aiti, cciati, Centre Patronal, economiesuisse, OAV, zugerkb, Gericke. Sie sind dafür, den Unternehmen die freie Wahl für die Festlegung des Wahlprozederes zu belassen.
Die Einführung einer einjährigen Amtsperiode für Verwaltungsratsmitglieder wird mehrheitlich abgelehnt (SH, SZ, ZH, CVP, FDP, LPS, SVP, UNI BE, aiti, ASIP, cciati, Centre Patronal, economiesuisse, Entreprises Romandes, industrie-holding, Juristinnen Schweiz, SAV, SGCI, SVV, SwissBanking, Swissmem, vpag, basilea, Basler Chemie, zugerkb, Bär & Karrer, Böckli; Gericke, Glanzmann, Nobel). Es wird insbesondere geltend gemacht, dass die kurze Amtsperiode die Arbeit des Verwaltungsrats beeinträchtigen könne (sinngemäss UNI BE, Juristinnen Schweiz, SVV, Swiss-Banking Böckli, Glanzmann). Eine Staffelung der Wahl der Verwaltungsratsmitglieder würde verunmöglicht, was der Kontinuität der Führung der Gesellschaft abträglich sei (SH, SZ, ZH, FDP, aiti, ASIP, cciati, economiesuisse, industrie-holding, SGCI, Swissmem, SVV, basilea, Basler Chemie). Zudem kämen kritische Verwaltungsratsmitglieder unter Druck, da sie Gefahr liefen, von der Geschäftsleitung nicht mehr zur Wahl aufgestellt zu werden (sinngemäss UNI GE, economiesuisse, industrie-holding, SAV, Bär & Karrer, Böckli).
Es wird vorgeschlagen, allenfalls eine gesetzliche Maximaldauer der Wahlperiode von drei Jahren vorzusehen (TI, EVP, UNI BE, UNI GE, SAV, Bär & Karrer, Böckli, Tettamanti).
Die jährliche Wahl wird begrüsst von: AG, AR (für Publikumsgesellschaften), NE, TG, SP, ethos, SGB, SGV (für Publikumsgesellschaften), SNV, SGB (für Publikumsgesellschaften), STV (für Publikumsgesellschaften), VSEI (für Publikumsgesellschaften), BZ, Tettamanti.
Um die Stellung der Generalversammlung zusätzlich zu stärken, wird vorgeschlagen, die Wahl der Verwaltungsratspräsidentin oder des Verwaltungsratspräsidenten zwingend durch die Generalversammlung vornehmen zu lassen (GL, ACTARES, SGB). So könne die Generalversammlung auch indirekt Stellung nehmen zu einem allfälligen Doppelmandat der oder des Verwaltungsratsvorsitzenden (Besetzung des Vorsitzes des Verwaltungsrats und der Geschäftsleitung durch dieselbe Person; SGB).
Die explizite Regelung von Interessenkonflikten bei Mitgliedern des Verwaltungsrats und der Geschäftsleitung (Art. 717a) stösst überwiegend auf Zustimmung (AG, GE, LU, FDP, UNI BE, UNI GE, ethos, OAV, SAV, Swissmem, Bär & Karrer, Böckli, Gericke). Die Liberale Partei Schweiz sowie das Centre Patronal erachten die Regelung als überflüssig. Die Vorschrift zur Treuepflicht des Verwaltungsrats reiche aus (Art. 717 OR).
Gemäss dem Kanton Luzern und SwissBanking sollten die Mitglieder der Geschäftsleitung ihre Interessenkonflikte nicht der Präsidentin oder dem Präsidenten des Verwaltungsrats bekannt geben, sondern der Vorsitzenden oder dem Vorsitzenden der Geschäftsleitung. Die Juristinnen Schweiz halten die Vorschrift für zu wenig griffig. Verwaltungsratsmitglieder müssten gesetzlich dazu angehalten werden, Interessenkonflikte zu vermeiden. Die Universität Bern bemängelt, dass der Vorschlag Interessenkonflikte innerhalb eines Konzerns nicht regelt (s. auch hinten Ziff. 5.39).