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Vernehmlassung 2005/93: Anpassung des Mindestumwandlungssatzes in der beruflichen Vorsorge · 59 Seiten
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Grafik 3: Zinssätze der Bundesobligationen
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Diese Entwicklung an der Zinsfront ging einher mit einer generellen Ernüchterung, welche aufgrund der massiven Verwerfungen 2000-2003 an den Börsenmärkten eingetreten ist. Dazu gehört die Erfahrung, dass sich die erforderlichen Renditen für die Leistungen in der beruflichen Vorsorge in der realen Finanzwelt nicht mehr ohne weiteres einstellten, mithin Finanzierungslücken entstehen konnten.
War - wie oben gezeigt - der technische Zinssatz in den parlamentarischen Beratungen noch nicht Mittelpunkt der Reflexionen, hat sich dies inzwischen wegen des wirtschaftlichen Umfelds geändert. Die folgenden Begleitumstände und die noch immer angespannte Lage der Vorsorgeeinrichtungen führten dazu, die Leistungsparameter der beruflichen Vorsorge erneut ins Blickfeld zu rücken. Zu nennen sind beispielsweise die massiven Verluste der Aktienbörsen von September 2000 bis März 2003, welche noch nicht vollständig wettgemacht wurden8 und die Entwicklung an den Währungsfronten, welche schwer einzuschätzen ist. So ist insbesondere der Dollar beachtlich hohen Schwankungen unterworfen. Im Dezember 2001 notierte der Dollar CHF 1.66, Ende 2004 CHF 1.14, ein Wert der nur geringfügig unter demjenigen vom Dezember 1995 (CHF 1.15) lag.
Zusammen mit den rekordtiefen Zinsen der Staatsanleihen haben diese Faktoren die Erwartungen in die Zukunft beeinflusst und führten zu einer generellen Senkung der Renditeerwartungen. Sie gehen einher mit der Einschätzung, dass die relativ tiefen Inflationsraten Bestand haben und damit auch die nominellen Zinserträge tief bleiben. Die zunehmende Globalisierung und die internationale Vernetzung der
8 Der SPI beispielsweise erreichte mit 5770.05 Punkten am 23.8.2000 seinen vorläufigen Höhepunkt. Der tiefste Punkt lag am 12.03.03 bei 2603.37 Punkten, was einem Kurssturz seit dem Höchststand von 55% entspricht. Allerdings wurde die negative Entwicklung der Aktienmärkte durch Kursgewinne im Bereich der Obligationen teilweise kompensiert. Wird der Pictet BVG Index 93 als Benchmark betrachtet, so verbleibt vom Januar 2000 bis Ende 2004 unter Berücksichtigung der in diesem Zeitraum zu leistenden Mindestverzinsung von insgesamt 18.76% eine Differenz von 7.79% (d.h. der Index legte in diesem Zeitraum um 10.97% zu).