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Vernehmlassung 2007/75: Nationales Programm Ernährung und Bewegung 2008-2012 (NPEB 2008-2012) · 69 Seiten

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2 Wirkungszusammenhänge und Interventionsansätze

Grundlagen und Die vielfältigen Zusammenhänge ermöglichen zahlreiche Interventionsan-Möglichkeiten sätze. Um von einem gemeinsamen Verständnis ausgehen zu können, wer-

den in diesem Kapitel die Grundlagen und Möglichkeiten kurz erläutert.

2.1 Gesundheit

Begriffliches Gesundheit ist als wesentlicher Bestandteil des alltäglichen Lebens zu ver-

stehen. Sie resultiert nicht allein aus den Rahmenbedingungen des Gesundheitssystems, aus biologisch-genetischen Voraussetzungen und aus dem persönlichen Lebensstil. Auch Lebensbedingungen wie Friede, sozialer Status, Bildung, Ernährung, Beschäftigung, Einkommen, Wohnen, Umwelt, soziale Gerechtigkeit, Chancengleichheit sowie der Zugang zu ausreichender medizinischer Versorgung sind entscheidend für Gesundheit und Wohlbefinden der Menschen (Ottawa Charta, 1986).

2.2 Ernährung und Gesundheit

Einflussfaktoren Eine ausgewogene Ernährung ist einerseits von grosser Bedeutung für die

Gesundheit, anderseits können Mangel- oder Überernährung die Entstehung und den Verlauf von Krankheiten und deren Risikofaktoren beeinflussen.

Ernährungsbedingte Die sechs wichtigsten ernährungsabhängigen Krankheiten sind Adipositas, Krankheiten Diabetes, Herz-Kreislaufkrankheiten, Krebs, Osteoporose und Zahnkrank-

heiten. Unterschieden werden Schutzfaktoren in der Ernährung, die zur Senkung des Krankheitsrisikos beitragen und Faktoren, die das Krankheitsrisiko erhöhen. Über 50 solcher Faktoren - von einzelnen Komponenten bis zu Kategorien von Lebensmitteln - sind bekannt, welche die Entstehung von Krankheiten beeinflussen können, wobei die Evidenz sehr unterschiedlich und nicht in allen Fällen wissenschaftlich genügend belegt ist (WHO, 2003). Ernährungsfaktoren wie Gemüse-, Obst- und Fischkonsum gelten mit überzeugender Evidenz als schützend vor Herz-Kreislaufkrankheiten, während Trans-Fettsäuren und gesättigte Fette, sowie hoher Salzkonsum ebenso nachweislich als risikoerhöhend gelten. Adipositas, in erster Linie durch Überernährung und Bewegungsmangel bedingt, wird als eigenständige Krankheit angesehen, die aber ihrerseits das Risiko für Folgekrankheiten wie Diabetes Typ 2, Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems und auch mehrere Formen von Krebs erhöht (WHO, 2003).

NPEB 2008–2012 (27.9.2007)