Ergebnisbericht

Vernehmlassung 2008/15: Ordentliche Revision des Heilmittelgesetzes (2. Etappe) · 109 Seiten

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4.3 Selbstdispensation

Selbstdispensation Humanarzneimittel: Allgemeine Bemerkungen Für einige Vernehmlassende (pharmaSuisse, Apotheken AG, Apotheken BS, Apotheken LU,

Apotheken SG/A, Apotheken SO, Apotheken SZ) stellt die konsequente Trennung von Verschreibung und Abgabe der wichtigste Fortschritt der Gesetzesrevision dar und die Vorlage könnte nicht mehr unterstützt werden, falls diese essentielle Regelung verloren gehen sollte. Andere Vernehmlassende (AR) hingegen lehnen den gesamten Gesetzesentwurf aufgrund der beabsichtigten Abschaffung der Selbstdispensation ab.

Die Kantone BE, FR, GE, JU, NE, TI und VD stimmen dem Verbot der Selbstdispensation zu. AI,

AR, BL, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SO, SZ, TG, UR, VS, ZG und ZH lehnen dies generell ab.

AG, BS und SH äussern sich differenziert zu der Vorlage.

SH, BS, SZ und NW erachten die unterschiedlichen Regelungen in den Kantonen als problematisch und unbefriedigend und würden eine gesamtschweizerische Angleichung begrüssen.

BE vertritt grundsätzlich die Meinung, wonach Verschreibung und die Berechtigung zur Abgabe von humanen Arzneimitteln weitgehend voneinander abgekoppelt werden soll, die Notfall-Versorgung der Bevölkerung mit Arzneimitteln aber gewährleistet bleiben soll.

Von Seiten der Kantonalen Gesundheitsbehörden lehnt die VKS das Verbot der Selbstdispensation ab, während die KAV die Vorlage gutheisst.

Die sich äussernden Ärzte- resp. Zahnärztevereinigungen AGZ, APA, Ärzte BL, Ärzte SG,

BüAeV, fmCH, FMH, Hausärzte Schweiz, KKA, medswiss.net, Praxisklinik Rennbahn AG,

SBV Belegärzte, SVM, VEDAG, VKS, VLSS und SSO lehnen das Verbot der Selbstdispensation ab.

Von Seiten der Apothekerverbände befürworten sämtliche sich äussernden kantonalen Apothekerverbände, pharmaSuisse und GSASA ein Verbot der Abgabe von Medikamenten durch Ärzte, unter Vorbehalt des Zugangs einer öffentlichen Apotheke in angemessener Zeit.

Sämtliche sich äussernden Drogistenverbände SDV, SDV GR, SDV Sektion SG/TG/AR/AI, SDV

SO, SDV ZH/SH, SDV ZS, ADV, Drogerie Dobler und IG-AppDrog äussern sich klar gegen ein

Verbot der Selbstdispensation.

Vertreter der pharmazeutischen Industrie (ASSGP, GRIP, SGCI und vips) lehnen das Verbot der Selbstdispensation ab.

Bei den Konsumenten- resp. Patientenschutzorganisationen äussern sich FRC, SKS, SPO und SMI positiv zur Vorlage, nur kf lehnt diese ab.

Die Wirtschaftsverbände GV BS, KGV, SGB und Centre Patronal stimmen dem Verbot zu, während ECON und KMU das Verbot ablehnen.

Bei den politischen Parteien stimmen CVP und SP der Vorlage zu, FDP und CSP lehnen diese ab, SVP und GPS äussern eine differenzierte Haltung.

Im Weiteren lehnen santésuisse, SAMW, PLANES, FAMS, SVKH, ReAG, NVS, ChiroSuisse,

MEDGES, SGV, SVA VSVA und Schweizer-Diethelm ein Verbot der Selbstdispensation ab.

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