Vorlage und Bericht
Vernehmlassung 2008/32: Revision des CO2-Gesetzes · 113 Seiten
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vention um 219 Mio. Franken beantragt. Das Geschäft wird im Parlament in der Wintersession 2008 beraten.
Vorsorgliche Massnahmen bei den neuen, mit dem Klimawandel verbundenen Risiken wie Hitze und Trockenheit sowie schleichenden Veränderungen im Temperatur- und Wasserhaushalt wurden bisher erst punktuell ergriffen (z.B. Aktivitäten des Bundesamtes für Gesundheit infolge der Hitzewelle 2003, Vorarbeiten von MeteoSchweiz im Hinblick auf ein nationales Hitzefrühwarnsystem, Abklärungen des Bundesamts für Energie zu den längerfristigen Auswirkungen des Klimawandels auf Energieerzeugung und -verbrauch, Investitionshilfen von Bewässerungsanlagen durch das Bundesamt für Landwirtschaft). In verschiedenen weiteren Sektoren wurden Einzelinitiativen zur Abklärung des Handlungsbedarfs ergriffen oder Forschungsarbeiten initiiert, die Entscheidgrundlagen für die Massnahmenplanung bereitstellen sollen.
Was die Auswirkungen der Klimaänderung im Ausland auf die Schweiz betrifft, steht eine vertiefte Auseinandersetzung mit den wirtschaftlichen Risiken (z.B. gefährdete Exportmärkte) und Chancen (z.B. Standortvorteile im Sommertourismus) für die Schweiz noch weitgehend aus. Erste Abschätzungen deuten darauf hin, dass die negativen Auswirkungen in Drittländern auf die Schweiz aus volkswirtschaftlicher Sicht insgesamt noch bedeutender sein dürften als die negativen Auswirkungen im Inland.99
3.1.3 Forschung und Innovation
Im Rahmen des nationalen Forschungsschwerpunkts (NFS) Klima laufen seit 2001 transdisziplinäre Forschungsarbeiten, um die Prozesse des Klimasystems, seine Variabilität und Vorhersagbarkeit sowie die komplexen Beziehungen zwischen Klima, Ökonomie und gesellschaftlichen Faktoren besser zu verstehen. Gegenwärtig prüft der Schweizerische Nationalfonds (SNF), ob das NFS Klima für eine dritte und letzte drei- oder vierjährige Betriebsphase bis 2012/2013 weitergeführt werden soll. Damit würde die wertvolle koordinatorische, institutionsübergreifende Rolle des NFS Klima verlängert.
Für den Waldsektor bereitet das BAFU ein breit abgestütztes Forschungsprogramm zu den Auswirkungen des Klimawandels vor. Die Multifunktionalität des Waldes, wie Schutz von Mensch und Infrastruktur, Filterfunktion für Trinkwasser, Biodiversität oder Holznutzung, ist je nach Klimaentwicklung stark gefährdet.
Im Energiebereich koordiniert und begleitet das BFE seit mehreren Jahrzehnten 24 Forschungsprogramme zu allen aktuellen Themen der Energieforschung; von der thermonuklearen Fusion über Photovoltaik bis hin zu den energiewirtschaftlichen Grundlagen. Sämtliche Programme werden von der CORE (Commission pour la recherche énergétique), dem beratenden Organ des UVEK in der Energieforschung, überprüft und freigegeben. Das BFE sorgt dabei auch für die internationale Einbettung der Energieforschung.
Das BAFU, das BFE und die Kommission für Technologie und Innovation (KTI) fördern einzelne Innovationsprojekte, indem sie die Entwicklung von umweltfreundlichen Technologien und Lösungen unterstützen. Die KTI ist zudem das Hauptfinanzierungsorgan der Schweiz für EUREKA-Projekte, welche marktorientierte Forschung und Entwicklung sowie Umsetzungs-Know-how in transnationalen Zusammenarbeitsprojekten zusammenführt.
In der EU laufen zahlreiche Initiativen im Bereich der Energie- und Umwelttechnologien. Anfang 2007 hat die EU ein neues Programm zur Förderung von Innovation, insbesondere von Öko-Innovation, und zur Stärkung der europäischen Wettbewerbsfähigkeit100 (CIP) lanciert. Die Schweiz ist nicht Mitglied und kann somit nicht an darin eingebetteten Ar-
99 http://www.news-service.admin.ch/NSBSubscriber/message/attachments/9302.pdf
100 http://ec.europa.eu/cip/index_de.htm.