Vorlage und Bericht
Vernehmlassung 2008/32: Revision des CO2-Gesetzes · 113 Seiten
Fedlex · Vorlage · Seite 43Fedlex · Vorlage
beitsprogrammen wie „Intelligente Energie Europa (IEE)“101 und „Eco-Innovation“102 teilnehmen.
Demgegenüber werden über die Rahmenprogramme für Forschung und technologische Entwicklung der EU zahlreiche Projekte zur Klimaforschung sowie zur Entwicklung von Energie- und Umwelttechnologien finanziert. Seit dem 1. Januar 2004 ist die Schweiz durch ein bilaterales Abkommen mit der EU an die Rahmenprogramme assoziiert,103 so dass sich Schweizer Forschende mit denselben Rechten wie ihre Partner aus EU-Mitgliedstaaten an den Projekten beteiligen können. Die Schweiz ist assoziiertes Mitglied des European Strategy Forum on Research Infrastructures104 (ESFRI) und unterstützt empfohlene Roadmap-Projekte. Zudem werden im Rahmen von COST, der Europäischen Zusammenarbeit auf dem Gebiet der wissenschaftlichen und technischen Forschung, ebenfalls Aktivitäten in diesen Forschungsfeldern unterstützt. Die Schweiz ist seit 1971 als eines der Gründungsmitglieder aktiv in COST beteiligt.105
Forschungsergebnisse können in der Regel nicht unvermittelt in marktreife Produkte umgesetzt werden. Für den Transfer der Forschungsergebnisse in den Markt sind Pilot- und Demonstrationsanlagen unabdingbar. Erprobte Technologien reduzieren das Risiko für die Privatwirtschaft und beschleunigen ihre Verbreitung. Daher hat das BFE in der Vergangenheit solche Anlagen stark gefördert. Seit 2004 wurden aber die hierfür verfügbaren Mittel im Budget von EnergieSchweiz massiv reduziert. Ein weiteres Vehikel für die rasche Diffusion technologischer Innovationen sind Effizienzpotentialanalysen, die privaten Unternehmen konkrete Massnahmen aufzeigen. Häufig kennen insbesondere KMU ihre Potenziale ohne Unterstützung nicht und können sie in Ermangelung finanzieller Mittel auch nicht ausschöpfen.
3.1.4 Klimabeobachtung
Das Monitoring des Klimas ist eine zentrale Voraussetzung sowohl für die Forschung als auch für die Früherkennung, die Massnahmenplanung und die Erfolgskontrolle. Die langjährige Beobachtung aller essentiellen Klimavariablen in der Schweiz wird von der Schweizer Geschäftsstelle von GCOS (Global Climate Observing System) bei MeteoSchweiz koordiniert.106 Das systematische Monitoring von klimarelevanten, gesellschaftlichen und ökonomischen Indikatoren wurde bisher wenig systematisch angegangen. Für die Auswirkungen der Klimaänderung liegen auf sozioökonomischer Ebene erst wenige aussagekräftige Indikatoren vor.107
3.1.5 Kommunikation
Gemeinwesen, Wirtschaft und Bevölkerung sind die Zielgruppen, die der Bund in der Klima-Kommunikation anspricht. Dabei nutzt er bestehende Informationskanäle wie Publikationen, Internet, Medienarbeit und Veranstaltungen.
Besonders anspruchsvoll gestalten sich die Vermittlung der verschiedenen klimapolitischen Prozesse und die daraus hervorgehenden komplexen Regelwerke (z.B. CO2- Abgabe). Die Informations- und Beratungstätigkeit des Programms EnergieSchweiz vermittelt einem breiteren Publikum die Möglichkeit, einen individuellen Beitrag an die klima- und energiepolitischen Ziele zu leisten.
101 http://ec.europa.eu/energy/intelligent/index_en.html
102 http://ec.europa.eu/environment/etap/ecoinnovation/index_en.htm
103 http://ec.europa.eu/research/fp7/index_en.cfm
104 http://cordis.europa.eu/esfri/
105 http://www.cost.esf.org/
106 www.meteoschweiz.admin.ch/web/de/klima/klimabeobachtungen/gcos.html.