Erläuternder Bericht

Vernehmlassung 2009/115: Invalidenversicherung - 6. IV-Revision, zweites Massnahmenpaket (Revision 6b) · 132 Seiten

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Übersicht über die finanziellen Auswirkungen der geprüften Varianten

Die untenstehende Tabelle gibt einen Überblick über die finanziellen Auswirkungen der geprüften Varianten:

Tabelle 1-7

Finanzielle Auswirkungen der geprüften Varianten

Durchschnitt 2019-2028, in Millionen Franken pro Jahr

Variante IV BV

Veränderung Bedarf an Deckungskapital (Neurenten, jährlich ab Inkrafttreten

Vorschlag Bundesrat - 40010

Variante AHV-/IV-Kommission - 200 -45

Angepasste Variante AHV-/IV-Kommission, bei - 170 -25 IV-Grad 40% mit Rentenanspruch 25% beginnend

Angepasste Variante AHV-/IV-Kommission, bei - 135 -5 IV-Grad 40% mit Rentenanspruch 40% beginnend

Variante "Verschiebung der heutigen Rentenstufen" - 400 -170

1.3.2 Verstärkte Eingliederung und Verbleib im Arbeitsmarkt

Heutige Situation und Zielsetzung

Mit der 5. IV-Revision wurde die verstärkte Wahrnehmung der IV als Eingliederungsversicherung und ein damit verbundener Kulturwandel erfolgreich eingeleitet. Durch das Instrument der Früherfassung erhöhen sich die Chancen von Personen mit gesundheitlichen Problemen auf die Erhaltung ihrer Arbeitsmarktfähigkeit und auf Integration. Frühinterventions- und Integrationsmassnahmen ermöglichen eine individuellere Handhabung des Eingliederungsprozesses.

Mit der 6. IV-Revision sollen die Anstrengungen, Menschen mit einer Behinderung so weit als möglich in das Erwerbsleben und in die Gesellschaft zu integrieren, verstärkt werden. Mit der Revision 6a wird besonderes Augenmerk auf die Wiedereingliederung aus der Rente gelegt. Mit dem Paket 6b sollen die mit der 5. IV-Revision geschaffenen Instrumente optimiert und flexibler gestaltet werden, um damit besonders auch den Bedürfnissen psychisch Behinderter noch stärker gerecht werden zu können. Deren Teilhabe am Erwerbs- und Sozialleben soll verstärkt gefördert werden, um Chronifizierungen entgegenzuwirken und Neurenten entweder ganz zu vermeiden oder aber eine Teilrentenpraxis stärker zu forcieren.

Ungeachtet der in Folge der 4. und 5. IV-Revisionen markant rückläufigen Neurentenzahlen um 49% seit 2003, sind die psychisch Behinderten mit einem Anteil von rund 40% heute die grösste Gruppe von Rentenbezügern der IV. Unterschiedliche, unter dem Sammelcode 646 kategorisierte Krankheitsbilder, wie etwa depressive