Erläuternder Bericht
Vernehmlassung 2009/119: Konsolidierungsprogramm 2011-2013 (KOP 11/13) und Bericht zur Umsetzung der Aufgabenüberprüfung des Bundes · 162 Seiten
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Redimensionierung des Beitrags an den ITER/Broader Approach
Neben der Teilnahme am Rahmenprogramm der Europäischen Atomgemeinschaft EURATOM beteiligt sich die Schweiz zusätzlich zur Finanzierung über EURATOM auf freiwilliger Basis am Bau eines Fusionsreaktors (ITER/Broader-Approach).
Der Beitrag an das Projekt wird ausschliesslich durch Exponenten im Schweizer Industrie- und Forschungsbereich erbracht und als Sachleistung an EURATOM übergeben. Bedingt durch technische Probleme kam es zu erheblichen Projektverzögerungen seitens EURATOM, worauf sich das SBF dazu entschloss, den ursprünglich zugesagten Sachbeitrag erheblich zu reduzieren.
Mit der Redimensionierung des nationalen Programms werden die ursprünglich vorgesehenen Mittel von 30 Millionen im Jahr 2011 um fünf Millionen gekürzt. Eine weitere Beteiligung am Projekt ITER/Broader-Approach war ohnehin nicht vorgesehen gewesen.
Verzicht auf Beiträge der Stiftung Science et Cité
Zu den Kernaufgaben der wissenschaftlichen Akademien gehört gemäss Artikel 9 Absatz 1 Buchstabe c des Forschungsgesetzes (FG, SR 420.1) die Förderung des Dialogs und des gegenseitigen Verständnisses zwischen Wissenschaft und Gesellschaft. Zur Erfüllung dieser Aufgabe finanziert der Bund zusätzlich die von den Akademien und vom SNF errichtete Stiftung Science et Cité mit einem jährlichen Beitrag.
Die vom Bundesrat und Parlament in Auftrag gegebene Reorganisation des Akademiebereichs und die Integration der bisherigen Aufgaben von Science et Cité in den Kompetenzbereich der Akademien werden gemäss BFI-Botschaft 20082011 ordnungsgemäss durchgeführt und bis Ende des Jahres 2011 abgeschlossen sein. Ab dem Jahr 2012 muss die Förderung des Dialogs zwischen Wissenschaft und Gesellschaft wieder direkt durch die Akademien, den Schweizerischen Nationalfonds und die Hochschulen wahrgenommen werden.
Kürzung der Beiträge an die Europäische Zusammenarbeit auf dem Gebiet der wissenschaftlichen und technischen Forschung (COST)
Die COST-Initiative fördert die multilaterale wissenschaftliche und technische Forschungstätigkeit unter den Hochschulen der Mitgliedsstaaten. Die Schweiz beteiligt sich dabei in rund 175 Aktionen des Programms und bietet rund 400 Forschenden die Möglichkeit zur Teilnahme. Mit der Vollbeteiligung an den 7. EU-Forschungsrahmenprogrammen können die Beiträge reduziert werden, ohne dass die Schweiz den Anschluss an die internationale Forschung verlieren würde. Durch die Reduktion der Beiträge an die Forschenden und Einsparungen bei den Koordinationsaktivitäten wird ab dem Jahr 2012 jährlich eine Million eingespart.