Erläuternder Bericht
Vernehmlassung 2009/120: Wirksamkeitsbericht des Finanzausgleichs zwischen Bund und Kantonen 2008-2011 · 144 Seiten
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Wirksamkeitsbericht des Finanzausgleichs zwischen Bund und Kantonen 2008-2011
Die Veränderungen beim Ressourcenindex eines Kantons sind sowohl durch die eigene Entwicklung des Ressourcenpotenzials pro Einwohner als auch durch die Veränderung des Schweizer Durchschnitts bedingt. Deshalb ist es durchaus möglich, dass der Ressourcenindex eines Kantons sinkt, obwohl das Ressourcenpotenzial pro Einwohner gestiegen ist. So sinkt der Ressourcenindex des Kantons Genf von 151,2 auf 148,6 Indexpunkte, obwohl sein Ressourcenpotenzial pro Kopf in der gleichen Zeit (2009/10) um knapp drei Prozent gewachsen ist. Ausschlaggebend für die Indexveränderungen ist grundsätzlich die Entwicklung im Vergleich zum Schweizer Durchschnitt. Abbildung 2 stellt das Niveau des Ressourcenindex 2010 der zeitlichen Veränderung des Index zwischen 2008 und 2010 gegenüber. Dies erlaubt genauere Aussagen über die Entwicklung der letzten drei Referenzjahre.
Abbildung 2 Ressourcenindex 2010, Niveau und Veränderung zwischen 2008 und 2010
25.0
Durchschnitt I IV
ZG
20.0
15.0
10.0
SZ
ZH
5.0
OW
VD
SO
AI
0.0 BE SH NW
TG BS
III GL LU NE II AR GR GE
VS SG TI BL
UR AG
JU FR
-5.0
50 100 150 200250
Ressourcenindex 2010
In Abbildung 2 unterteilen die fest ausgezogenen Linien die Grafik in vier Bereiche:
− Oben rechts befinden sich ressourcenstarke Kantone (Index über 100) mit einer Zunahme
des Ressourcenindex gegenüber dem Einführungsjahr 2008 (Bereich I).
− Im Bereich II sind ebenfalls ressourcenstarke Kantone abgebildet. Diese haben jedoch
seit der Einführung der NFA Indexpunkte verloren.
− Ebenfalls einen Rückgang im Index verzeichnen die ressourcenschwache Kantone (Index
unter 100) die sich unten links im Bereich III befinden.
− Die Kantone im Bereich IV gehören zur Gruppe der ressourcenschwachen Kantone mit
steigendem Ressourcenindex zwischen 2008 und 2010.
Auffallend ist, dass der Kanton Zug als ressourcenstärkster Kanton seinen Index zwischen 2008 und 2010 am stärksten erhöhen konnte. Die ressourcenstarken Kantone Schwyz, Zürich und Waadt vermochten ebenfalls ihren Ressourcenindices zu erhöhen (Bereich I). Die restlichen ressourcenstarken Kantonen Genf, Basel-Stadt, Nidwalden und Basel-Landschaft verzeichneten hingegen eine unterdurchschnittliche Entwicklung ihres Ressourcenpotenzials pro Einwohner und somit einen Rückgang der Indexwerte gegenüber 2008 (Bereich II). Die ressourcenschwachen Kantone Obwalden und Solothurn vermochten ihren Index im Beo-