Ergebnisbericht
Vernehmlassung 2010/110: Finanzierung und Ausbau der Bahninfrastruktur (FABI; Gegenentwurf zur Volksinitiative «Für den öffentlichen Verkehr») · 76 Seiten
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4 Dachverbände der Wirtschaft (Baumeisterverband, SGB, Travail.suisse, CentrePatronal) sowie 18 Organisationen und 14 weitere Stellungnahmen.
Gerade mit Blick auf die Bedürfnisse des Güterverkehrs wird diese Frage von verschiedener Seite klar bejaht. Gemäss VöV werden somit die Kapazitäten für den Güterverkehr nicht verringert und ein sparsamerer Umgang mit Energie möglich. Auch die Hupac und die Rheinhäfen sind der Ansicht, hohe Geschwindigkeiten des Personenverkehrs minderten die Kapazitäten für den Güterverkehr. Das Komitee Pro Wisenberg fordert demgegenüber die Verkürzung der Transportzeiten im Güterverkehr. Auch der VAP fordert den Erhalt von Kapazitäten für den Güterverkehr.
Einige Teilnehmende machen Hinweise zugunsten von Geschwindigkeitserhöhungen bzw. Fahrzeitverkürzungen. Gemäss SEV sollen späteren Entwicklungen Richtung Geschwindigkeitserhöhungen nicht verunmöglicht werden. BE, MGB, SVI, Infra sehen Geschwindigkeitserhöhungen, um die Anschlussqualität in den Knoten zu erhalten. SO fordert die Umsetzung der mit ZEB beschlossenen Geschwindigkeitserhöhungen. Die RhB ist der Ansicht, dass streckenweise Ausnahmen möglich bleiben sollen, da die Zeitersparnis ein wichtiges Argument bei der Verkehrsmittelwahl ist. Das Komitee Pro Wisenberg sieht höhere Geschwindigkeiten auf den internationalen HGV-Strecken. NE fordert die Integration von Fahrzeitverkürzungsmassnahmen. GR fordert attraktive Verbindungen der Tourismusorte mit den grossen Zentren und Landesflughäfen.
Gemäss BL werden die internationalen Hochgeschwindigkeitszüge vermehrt taktüberlagernd geführt werden müssen und die Güterverkehrsknoten insb. Terminals sind zu berücksichtigen. Die CVP fordert linien- und regionsbezogene Hierarchisierungen, nicht generelle. Für das kf stehen die Kundenbedürfnisse im Vordergrund. VD ist einverstanden unter Vorbehalt der Realisation der Knoten, VS und Ouestrail unter Vorbehalt, dass Ausnahmen möglich bleiben, und JU mit Ausnahmen zur Erhöhung der Kadenz oder der Sicherung von Anschlüssen.
Mit TEILWEISE einverstanden geantwortet haben 3 Teilnehmer, nämlich 1 Kanton (FR) , 1 Dachverband der Wirtschaft (economiesuisse) sowie 1 Organisation.
Economiesuisse verweist darauf, dass der Zielkonflikt des Schwerpunktes Geschwindigkeit mittels Entflechtung zwischen Güter- und Personenverkehr entschärft werden kann. Gemäss FR bleibt die Geschwindigkeit prioritär zur Verwirklichung von Vollknoten wie z.B. Lausanne. Die SBB sind der Ansicht, es handle sich nicht um Gegensätze; Fahrzeitgewinne ermöglichten einen effizienteren, wirtschaftlicheren Betrieb.
MIT NEIN geantwortet haben 4 Teilnehmer, davon 2 Organisationen und 2 weitere Stellungnahmen.
Die Litra fordert linien- und regionsbezogene Hierarchisierungen, nicht generelle. Auch Pro Bahn befürwortet eine unterschiedliche Gewichtung je nach Ausbauvorhaben, so seien im internationalen Verkehr Fahrzeitverkürzungen vorzunehmen, um gegenüber dem Flugverkehr konkurrenzfähig zu bleiben. citrap-vaud fordert neue Achsen für schnelle Züge mit 300 - 320 km/h. Gemäss den UmweltfreisinnigenSG sollte höhere Geschwindigkeit Vorrang haben vor höheren Frequenzen.