Ergebnisbericht
Vernehmlassung 2010/112: Teilrevision des Transplantationsgesetzes vom 8. Oktober 2004 · 40 Seiten
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3 Stellungnahmen zu den einzelnen Bestimmungen der Vorlage
3.1 Umsetzung der Motion Maury Pasquier (Art. 17 und 21)
3.1.1 Allgemeine Bemerkungen
55 Vernehmlassungsteilnehmende (73%) stimmen sowohl der Anpassung von Artikel 17 als auch jener von Artikel 21 ohne Vorbehalt zu (AG, AR, BE, BL, BS, GE, GL, GR, JU, LU, NE, NW, OW, SG, SO, SZ, TG, TI, VD, VS, FDP, Grüne, SP, CFCH, CP, EKBB, FMH, GDK, GMO, H+, HLI, Insel, KKC, KSSG, LNRH, pat.ch, PH, PLDO, SAMW, SBK, SBK-CES, SEK, SOL-DHR, SRK, STV, STx, SVBST, SVPL, SVV, UNI BEMed, UNI BETheol, UNIL, USZ, UZH, VNPS).
SVP empfiehlt, auf die Änderung von Artikel 17 und 21 zu verzichten. Dies damit die Lage der wartenden Empfängerinnen und Empfänger mit Wohnsitz in der Schweiz unverändert belassen, d.h. nicht verschlechtert werde.
Begründungen der Befürworterinnen und Befürwortern:
31 Vernehmlassungsteilnehmende begrüssen die rechtliche Gleichstellung von Personen aus einem EU oder EFTA-Staat, welche in der Schweiz arbeiten und krankenversichert sind, sowie ihren in der Schweiz krankenversicherten Familienangehörigen, mit in der Schweiz wohnhaften Personen (AR, BE, BL, BS, GE, GR, JU, NE, NW, OW, SG, SZ, TG, TI, VD, VS, FDP, Grüne, SP, CP, EKBB, FMH, GDK, HLI, KSSG, SAMW, SBK-CES, SEK, SOL-DHR, UNI BETheol, UNIL) und 3 Vernehmlassungsteilnehmende befürworten die Aufhebung der Diskriminierung von Personen, welche nicht in der Schweiz wohnen, aber in der Schweiz arbeiten und krankenversichert sind (LU, LNRH, STx).
11 Vernehmlassungsteilnehmende halten fest, dass die vorgeschlagenen Änderungen die Kompatibilität mit internationalen Abkommen (Freizügigkeitsabkommen) herstellen (AR, BS, JU, LU, GE, VD, VS, Grüne, UNI BETheol, USZ, UZH).
10 Vernehmlassungsteilnehmende befürworten die vorgeschlagenen Änderungen, da sie eine sehr geringe quantitative Auswirkung auf die Anzahl der Personen auf der Warteliste haben (BE, BL, BS, GR, NW, OW, TG, VS, GDK, LNRH).
6 Vernehmlassungsteilnehmende betonen, dass Patientinnen und Patienten aus den Grenzgebieten der Schweiz oft auf Schweizer Intensivstationen hospitalisiert und im Falle ihres Todes zu möglichen Organspenderinnen oder -spendern würden (BS, GE, LU, CP, EKBB, SOL-DHR).
CP, EKBB, SOL-DHR und LNRH betonen dass es sich bei dem durch die vorgeschlagenen Änderungen bei der Zuteilung von Organen neu gleichgestellten Personenkreis oft um Grenzgängerinnen und Grenzgänger handle, welche jahrelang in Schweizer Spitälern betreut würden und es medizinisch keinen Sinn mache, dass diese Personen für eine allfällig notwendige Transplantation in ein meist weiter entferntes, fremdes Zentrum überwiesen werden müssten.